Dubai

Vereinigte Arabische Emirate / 2013

Wenn eine Stadt den Superlativ für sich beansprucht, dann wohl Dubai. In nur 50 Jahren hat sich das Emirat vom kleinen Fischerort zur Megacity entwickelt. Doch Dubai hat mehr zu bieten als nur prunkvolle Hochhäuser und puren Luxus – auch Ausflüge in die Altstadt oder Wüste lohnen!

Dubai von oben –
beste Aussichten aus dem 125. Stock

01 / Burj Khalifa

Das Emirat Dubai am Persischen Golf ist mit rund 2,1 Millionen Einwohnern nach Abu Dhabi das zweitgrößte der Vereinigten Arabischen Emirate. Vor knapp 50 Jahren noch ein Fischerort, hat sich Dubai zu einer modernen und wachstumsstarken Verbindung zwischen Ost und West entwickelt. Hier vereinigen sich Moderne und Stil mit arabischer Geschichte und Tradition. Dabei spielen drei Begriffe die Hauptrolle, wenn es um Dubai geht: Größe, Größe und ... Größe!

Wie groß und beeindruckend Dubai tatsächlich ist, wird uns erst klar, als wir uns direkt nach unserer Ankunft auf eines der Highlights von Dubai wagen: auf die 360° Aussichtsplattform in der 124. und 125. Etage des Burj Khalifa – dem bislang noch höchsten Gebäude der Welt. Knapp 830 Meter ragen die Pfeilspitzen in den arabischen Himmel, während die Glasfront tagsüber die heiße Sonne reflektiert und nachts die Türme in der Dunkelheit funkeln. Von hier oben haben wir einen fantastischen Ausblick auf die Küste, wir erkennen die Form von Palm Tree Island auf der einen Seite, und die Konturen der Altstadt auf der anderen. Alles umgeben von nichts als Sand – nur zu gut erkennen wir von hier oben, dass Dubai mitten in der Wüste liegt. Die umgerechnet 35 Euro Eintritt für die Aussichtsplattform haben sich wirklich gelohnt!

Was für ein erster Eindruck von Dubai! Mit festem Boden unter den Füßen, flanieren wir durch die Dubai Mall, vorbei an unzähligen Edel-Boutiquen aller namhaften Luxusmarken, wieder nach draußen. Das Burj Khalifa ist von einem großen Wasserbecken umgeben, und ab 18 Uhr startet der riesige Springbrunnen jede halbe Stunde seine Show, wenn 30 Meter hohe Wasserfontänen zu arabischer oder klassischer Musik zu tanzen beginnen. Uns lässt die Vermutung nicht los, dass die Wassershow des "Bellagio" in Las Vegas hier das Vorbild sein könnte.

Künstliche Insel: Palm Tree Island

02 / Dubai Marina & Palm Tree Island

Eine kurze Taxifahrt später steigen wir vor dem Burj al Arab aus, die sengende Sonne knallt uns bei fast 40 Grad Celsius auf den Kopf. Das berühmte Hotel, geformt wie ein Segel im Wind, gewährt lästigen Besuchern wie uns allerdings keinen Zutritt – so müssen wir uns mit einem Blick vom Strand zufrieden geben. Weiter geht es quer durch das Knowledge Village, wo wir nach einer kurzen Pause am Dubai Marina in die Bahn steigen, die uns einmal quer über Palm Tree Island fährt. Aus der Bahn heraus werden die einzelnen Landzungen in Form der "Palmenblätter" sehr gut sichtbar – wir fragen uns, wieviel hier ein Haus kosten mag, und wollen die Antwort besser doch nicht wissen. Am Ende steigen wir an dem mächtigen Atlantis-Hotel aus und spazieren über die Crescent Road am äußeren Kai entlang, um einen noch besseren Eindruck von der Größe dieser künstlichen Insel zu bekommen.

Zum ersten Mal in einer Moschee

03 / Jumeirah Moschee

Unter allem Glitzer und Glamour von Dubai verbirgt sich immer noch der Sinn für Bescheidenheit der muslimischen Bevölkerung. Nirgends in Dubai wird diese Bescheidenheit besser deutlich als in der schönsten Moschee des Emirats, der Jumeirah-Moschee. Das Besondere ist, dass sie ihre Türen auch für Nicht-Muslime öffnet und uns damit einen Blick in die Welt des Islam gewährt. Sie wurde in mittelalterlicher Tradition aus weißem Stein errichtet und hat zwei schlanke Minarette, die eine große Mittelkuppel umrahmen. Wir schließen uns einer geführten Tour an, unsere einzige Chance, um die Moschee von innen zu sehen und zudem viel über den Islam zu lernen.

Im Innenraum der Jumeirah Moschee ragen prunkvolle Leuchter von der Decke, durch die Fenster funkelt sanftes Licht und das Feuer der Messinglampen flackert. Einflüsse aus Ägypten, der Türkei und Marokko sind klar erkennbar. Der Gebetsraum wird von Säulen getragen und die Mitte des Raumes wird von einer riesigen Kuppel verziert. Über 1.000 Gläubige finden auf dem blauen Teppichboden platz. Querlinien und die sogenannte „Quiblawand“ weisen die Betenden in Richtung Mekka.

Tipps für deinen Besuch

Die Jumeirah Moschee kannst du jeden Tag (ausgenommen Freitag) um 10 Uhr besichtigen. Eine Reservierung ist nicht erforderlich, und der Besuch ist kostenlos. Es reicht, wenn du dich um 9:45 Uhr am Haupteingang der Moschee eintriffst. Bitte beachte, dass du aus Respekt vor dem Islam Knie und Schultern bedecken solltest. Alternativ kannst du dir ein langes Gewand bei der Moschee leihen.

Kultur erleben auf den Souks der Stadt

04 / Altstadt von Dubai

Am nächsten Tag begeben wir uns auf eine Zeitreise, von der Moderne zurück in den Orient von 1001 Nacht: Mit einem Abra, einem alten hölzernen Wassertaxi (ähnlich eine Gondel in Venedig), setzen wir von Bur Dubai in die Altstadt Deira über. Während von den Dächern der Altstadt die Muezzine rufen, steuern wir unser erstes Ziel, den Gold Souk an – den größten Goldmark der Welt. In mehr als 100 Geschäften wird Goldschmuck aller Art angeboten, doch auch wenn wir noch so viel handeln würden, wir könnten uns ohnehin keinen Schmuck leisten.

Vielmehr ist der nahegelegene Gewürz-Souk unser Ding. Unsere Nase wird von allen möglichen Düften und Gerüchen verwöhnt, und da wir gerne kochen, kaufen wir natürlich gleich ein paar Gewürze und Kräuter für zuhause.

Irgendwann werden uns die Märkte zu trubelig, schließlich kommen wir an kaum einem Stand vorbei ohne angesprochen zu werden. Deshalb biegen wir an der nächsten Ecke ab und lassen uns durch die engen Gassen der Altstadt treiben. Gute Idee, denn so bekommen wir einen tollen Einblick in das Leben der Menschen hier.

Wir schicken uns selbst in die Wüste

05 / Wüste

Unbedingt wollen wir eine Wüste erleben! Da es wohl keine gute Idee ist, selbst mit einem Mietwagen in die Sandberge zu steuern, buchen wir ausnahmsweise eine Wüstentour im Geländewagen samt Fahrer. Früh morgens werden wir am Hotel abgeholt, die Strecke führt uns zwei Stunden lang über eine Autobahn quer durch das Nirgendwo. Plötzlich geht der Fahrer in die Eisen, steigt aus und lässt den Luftdruck aus den Reifen. Dann geht es los, mit voller Fahrt die roten Sandberge rauf und runter. Wir sind nicht zimperlich, aber bei den Böschungswinkeln wird uns schon etwas mulmig in der Magengegend. Doch schnell realisieren wir, dass der Fahrer seine Pferdchen beherrscht, und schon bald sitzen wir quietschvergnügt auf der Rückbank.

Am Ende der Tour halten wir in einem Beduinenlager. Oder zumindest haben wir gehofft, dass es eines ist – doch in Wirklichkeit ist es eine reine Touristenattraktion, in der wir unser Geld bei uns behalten sollten. Dieser Abschluss trübt ein wenig den sonst so abenteuerlichen Tag. Trotzdem hat sich Dubai gelohnt, und für einen kurzen Zwischenstopp lohnt ein Besuch des Emirats auf jeden Fall.

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer