Washington DC

District of Columbia, USA / 2011 / 2017

Memorials, Monumente, und andere Symbole der amerikanischen Demokratie – in Washington gibt es Geschichte und Politik zum Anfassen. Auch außerhalb der Stadtgrenzen gibt es viel zu sehen: Neben Arlington lohnt auch ein Besuch in Alexandria …

Die Hauptstadt der USA

01 / Über Washington DC

Washington DC – Hauptstadt und Regierungssitz der Vereinigten Staaten von Amerika. Die meisten der rund 600.000 Einwohner haben beruflich auf irgendeine Art und Weise mit dem politischen Gewerbe zu tun: Entweder sie sind Politiker oder bei einer der vielen Behörden angestellt, oder sie sind Anwälte, Lobbyisten, Diplomaten oder Journalisten. Wer sich hier nur auf die typischen Sehenswürdigkeiten rund um die Politik in Washington DC beschränkt, verpasst einen mindestens ebenso schönen wie wertvollen Teil der Hauptstadt, zum Beispiel Georgetown oder das benachbarte Arlington und Alexandria. Ins Schwitzen bringt die Stadt ihre Besucher auf jeden Fall: Dass in Washington subtropisches Klima herrscht, das gerade im Sommer das Thermometer jenseits der 30°C treibt, unterschätzen die meisten Besucher.

Der erste Eindruck
 täuscht!

02 / Dulles International Airport

Bei unserer Ankunft am Internationalen Flughafen, dem Dulles International, reiben wir uns die Augen. Wie es scheint, sind wir nicht nur acht Stunden gereist, sondern 40 Jahre in die Vergangenheit – Dulles sieht aus wie ein Flughafen in den 70ern: braun, muffig, unübersichtlich. Überhaupt nicht wie ein Hauptstadt-Flughafen einer Weltmacht! Die Fahrt Richtung Downtown passt zum ersten Eindruck: Anstatt komfortabel in einen Metro-Anschluss zu steigen, klettern wir erst umständlich in einen Bus, der uns in 20 Minuten zur Whiele-Reston-Station, der ersten Metro-Station in der Nähe, schaukelt. Die nächsten 60 Minuten verbringen wir dann in der Bimmelbahn – der Silver Line Metro – die in Zeitlupe Richtung Downtown tingelt.

Pflichtprogramm: Einmal rund um die Mall


03 / National Mall & Co.

Wie schon 2011, begeben wir uns erst einmal auf Entdeckungstour (und Auffrischung unserer Erinnerungen) rund um die National Mall – ein fast 5 km langer Park, der sich wie eine riesige Promenade vom United States Capitol bis zum Lincoln Memorial erstreckt. Denn hier, im Zentrum Washingtons, finden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Oben auf dem Capitol Hill sitzt das berühmte Kapitol, Heimat der Legislative der USA – dem Kongress, der aus Senat (Senate) und Repräsentantenhaus (House of Representatives) besteht. So imposant es von außen ist, so sehr lohnt sich auch eine Führung durch das Innere. Hinter dem Capitol mit dem Capitol Reflecting Pool erstreckt sich dann die National Mall und gibt den Blick frei auf eine ganze Reihe von Museen: National Museum of the American Indian, Air and Space Museum, National Museum of African Art, National Museum of American History, National Museum of Natural History, National Gallery of Art und einige mehr. Wir lassen die Museen (wie immer) links und rechts liegen, sowas ist selten unser Ding. Stattdessen steuern wir am Smithsonian Castle vorbei direkt zum Washington Monument. Der große Obelisk aus weißem Marmor, Granit und Sandstein erstrahlt nach dreijähriger Arbeit endlich wieder in altem Glanz und ist das vielleicht imposanteste Wahrzeichen der USA.

Direkt dahinter erreichen wir das World War II Memorial. Diese große Denkmalanlage besteht vor allem aus 56 Pfeilern, die die Bundesstaaten und Territorien symbolisieren, die Soldaten in den Zweiten Weltkrieg entsandt haben. Während wir noch die Spiegelungen des Monuments im Lincoln Memorial Reflecting Pool bewundern, stehen wir schließlich vor dem Lincoln Memorial – neben dem Thomas Jefferson- und Martin Luther King Memorial das schönste und bekannteste Denkmal der Stadt.

Mit dem Fahrrad nach Arlington

04 / Arlington Cemetary

Vom Lincoln Memorial ist es nur noch einen Katzensprung in den Bundesstaat Virginia. Wir mieten uns spontan zwei Fahrräder, überqueren den Potomac River und erreichen nach anstrengender Fahrt bei Gegenwind den Arlington Cemetery. Mit über 260.000 Beisetzungen gilt er als einer der bedeutendsten Friedhöfe von Amerika und somit ist es eine ganz besondere Ehre, dort begraben zu werden. Hier finden wir unter anderem das Grab von Präsident John F. Kennedy. Besonders beeindruckt sind wir von den Farben, wenn die tiefstehende Sonne den Friedhof in ein sehr warmes gelb-grünes Licht taucht – dann bilden die weißen Steine und der saftig-grüne Rasen einen besonderen Kontrast.

Vom Friedhof aus erkennt man am Horizont bereits die drei Zacken des 9/11 Memorials vor dem Pentagon, dem Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. Von außen kann man kaum noch Unterschiede am Gebäude erkennen, nur das Denkmal erinnert an die bei dem Flugzeugabsturz getöteten 184 Menschen.

Wunderbares Georgetown

05 / Georgetown

Das ehemals von der Tabakindustrie industriell genutzte Flussufer wurde längst wiederbelebt. Die Einen lieben Georgetown heute wegen der guten Möglichkeit zum Shoppen und Essen entlang der M Street. Wir lieben Georgetown wegen seiner alten Architektur, dem Kopfsteinpflaster und den kleinen bunten Häusern! Ähnlich wie in Boston, ist es wie eine Reise in die Vergangenheit. Aber natürlich lieben wir auch die Restaurants …

Apropos Essen: Ein kultiges Highlight liegt außerhalb von Georgetown. Bei Ben’s Chili Bowl in der U-Street gibt es seit 50 Jahren leckeres Chili, und diese Location zieht alle Größen aus dem Show- und Politikgeschäft an.

Guter Stopp für Leckerschmecker


06 / Union Market

Kreuz und quer laufen wir durch die Stadt, jeden Tag im Schnitt 10 km. Die Amerikaner würden uns ganz sicher für verrückt erklären – aber nun gut, für die ganz weiten Strecken nehmen wir natürlich auch die Metro. Für uns Leckermäuler darf ein Besuch des Union Markets nicht fehlen, wo es reichlich kreative Kulinarien gibt. Und natürlich schauen wir auch in der Union Station vorbei. Was gibt es spannenderes, als all die Menschen zu beobachten, die sich hier in den Bahnhofshallen tummeln?

Flussabwärts am Potomac River


07 / Alexandria

Mit der Blue oder der Yellow Line Metro lohnt sich die Fahrt ins 30 Minuten entfernte Alexandria. Die Old Town von Alexandria mit ihrer Architektur aus dem 18. und 19. Jahrhundert lädt zum Bummeln entlang der King Street ein. Die hübschen alten Häuser, guten Restaurants und Bars, Boutiquen und nicht zuletzt die Waterfront und mehreren Parks bieten reichlich Abwechslung.

Landsitz von George Washington

08 / Mount Vernon

Ein weiterer, sehr lohnenswerter Abstecher südlich von Washington DC ist ein Besuch von Mount Vernon, dem ehemaligen Landsitz des ersten Präsidenten der USA, George Washington. Von wunderschönen Gärten umgeben und direkt am Potomac River gelegen, ist es ein spannender Einblick in die Zeit des Präsidenten und gleichzeitig eine angenehme Abwechslung zur Großstadt.

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