Joshua Tree Nationalpark

Kalifornien, USA / 2003 / 2014 / 2016

Der Joshua Tree Nationalpark in der Nähe von Palm Springs liegt genau zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste, oberhalb von Palm Springs. Die bizarren Joshua Trees sowie diverse Kaktus-Arten sind die Reise wert!

Bizarre Felsen und skurrile Bäume


01 / Joshua Tree Nationalpark

Im südlichen Kalifornien, rund 230 km östlich von Los Angeles und in direkter Nähe zu Palm Springs gelegen, befindet sich der Joshua Tree Nationalpark. Verantwortlich für die Namensgebung des Parks waren die Mormomen: Die dort vorkommenden Bäume (Joshua Trees) haben die Gestalt des Propheten Josua, der predigend die Arme gen Himmel streckt.

Der Park liegt genau zwischen zwei Wüstentypen mit unterschiedlichen Ökosystemen im Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste, getrennt durch die unterschiedlichen Höhenlagen. Gigantische Felsblöcke mit zahlreichen Löchern, felsige Bergspitzen, hohen Wüstenplateaus und unzähligen Joshua Trees sowie diversen Kaktus-Arten zeichnen diesen Park aus.

Wanderschuhe angezogen und los!


02 / Wandern

Zum dritten Mal geht es für uns in den Joshua Tree Nationalpark. Von Palm Springs aus, wo wir uns ein paar Tage einquartiert haben, erreichen wir nach 45 Minuten den Parkeingang und können es kaum erwarten, die Wanderschuhe anzuziehen. Denn den Park lernt man am besten kennen, wenn man ihn zu Fuß erkundet! Die Zahl der Wanderwege ist groß, und so machen wir uns in der gleißenden Mittagssonne auf den Weg zum Baker Dam. Etwas anspruchsvoller wird es etwas später auf dem Lost Palm Oasis Trail, vorbei an zahlreichen Pflanzen und steilen Felsen, und immer durch eine himmlische Stille fernab der Zivilisation.

Flauschige Kakteen – doch der Schein trügt …

03 / Flora

Die knapp 40 Grad im Schatten fordern ihren Tribut – ziemlich platt und müde erreichen wir unser Auto und freuen uns, den Rest des Parks im Schutz der Klimaanlage entdecken zu können. Vorbei an spektakulären Gesteinsformen wie Jumbo Rocks, Wonderland of Rocks oder dem skurrilen Skull Rock, erreichen wir nach einiger Zeit den Cholla Cactus Garden – ein riesiger Kaktusgarten voller "Teddy Bear Chollas". Diese haben ihren Namen von ihrem dichten, beigen Stachelkleid, das ihre Äste komplett bedeckt. Doch was so flauschig aussieht sind in Wirklichkeit ausgehärtete, 2,5 Zentimeter lange Stachel, die viele mikroskopisch kleine Widerhaken haben. Man wäre gut beraten, diesen Stacheln nicht zu nahe zu kommen – doch hinterher ist man immer schlauer: So hatten wir nach einem kleinen Querfeldeinmarsch alle Mühe, die Stacheln aus unseren dicken Wanderschuhen zu zupfen.

Blick frei auf den San Andreas Graben


04 / Kontinentalplatten

Eines der wirklich großen Highlights für uns ist der "Keys View", von dem aus wir einen fantastischen Ausblick auf das Coachella Valley hat. Weiter links erkennen wir die glänzende Oberfläche des Salton Seas, im Hintergrund die Santa Rosa Mountains mit dem schneebedeckten San Jacinto Peak und weiter rechts liegt uns Palm Springs zu Füßen. Bei besonders guten Sichtverhältnissen können wir sogar bis zum Signal Mountain in Mexiko schauen!

Und mittendrin treffen zwei tektonische Platten aufeinander: die Pazifische Platte und die Nordamerikanische – besser bekannt unter dem Namen San Andreas Graben. Es ist der einzige Ort auf diesem Planeten, an dem man eine Plattengrenze an Land sehen kann, denn alle anderen Plattengrenzen liegen auf dem Grund der Ozeane.

Wir müssen noch ein viertes Mal wiederkommen, wenn es dunkel geworden ist! Nach Sonnenuntergang muss der Blick auf den Himmel hier besonders spektakulär sein. Die niedrige Luftfeuchte in der Wüste und die Lage fernab der gleißenden Lichter der Großstädte sorgen für pechschwarze Nächte, die ideal sein sollen, um Sternbilder, unsere Nachbarplaneten und sogar ferne Galaxien erkennen zu können.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer