Big Island – Die 7 schönsten Orte auf der Insel von Hawaii

Hawaii, USA / 2015

Big Island mit ihren 200.000 Einwohnern ist die südlichste und größte Insel des US-Bundesstaates Hawaii – und auch die größte Insel der Vereinigten Staaten. Im Hawaii Volcanoes Nationalpark finden wir die aktivsten Vulkane der Welt. Und neben Naturgewalten spielen auf Big Island auch hawaiianische Mythen und Sagen eine große Rolle. Hier kommen unsere 7 Highlights auf Big Island …

Startpunkt des weltberühmten Ironman Triathlon

01 / Kailua-Kona

Wir landen auf der größten Insel Hawaii, die den Namen „Big Island“ verdient hat. Der korrekte Name der Insel lautet eigentlich Hawaii, doch um diese Insel nicht mit der gesamten Inselkette zu verwechseln, wird der Begriff Big Island genutzt.

Unsere erste Station ist das historische Küstendorf Kailua-Kona. Neben ein paar kleinen Souveniergeschäften, Bars und Restaurants finden wir hier einige historische Bauten wie die Mokuaikaua Church und den Hulihee Palast. Außerdem ist Kailua-Kona der Startpunkt des alljährlich stattfindenden "Ironman", dem ältesten und härtesten Triathlon der Welt.

Tempel, Mythen und Sagen:
Puuhonua o Honaunau
National Historic Park

02 / Kona

Südlich von Kona stoßen wir auf den »Puuhonua o Honaunau National Historic Park« (was für ein Name!). In dieser ehemaligen Tempelanlage tauchen wir in die Welt der hawaiianischen Mythen und Sagen ein. Früher waren hier die königlichen Hofanlagen zu finden. Auch heute noch kann die heilige Stätte mit all ihren hölzernen Götterstatuen (Tiki-Statuen) bewundert werden.

Im Alleingang begeben wir uns auf eine kleine Wandertour durch den Park und erkunden die Jahrhunderte alte Anlage. Im starken Kontrast zu dem weißen Sand und den saftig-grünen Palmen steht die aus schwarzem Lavagestein bestehende Küstenlinie. Das ist so in etwa das Szenario, wie wir uns die Landschaft auf Hawaii immer vorgestellt haben.

Die Klippenspringer von Ka Lae


03 / Ka Lae

Je weiter wir in den Süden von Big Island kommen, umso schroffer und steiler wird die Küste. Auch hier ist dieser Farbenmix der schwarzen felsigen Küste, den grünen Palmen und dem tiefblauem Meer atemberaubend schön! Wir stellen den Wagen ab und laufen die letzten Meter bis an die Klippen, denn wir sind neugierig, warum so viele Menschen in die Tiefe blicken. Eine Handvoll Waghalsige trauen sich ernsthaft, von den Klippen in das blaue Meer zu springen, während die dicken Wellen unten an die Felsen schlagen. Als sei das noch nicht genug, springen die ganz Mutigen in sogenannte „Pot-Holes“, runde Felslöcher, die aussehen wie ein Brunnen. Schließlich kommen sie über eine wackelige Eisentreppe zurück nach oben an die Felskante. Auch das ist Big Island :)

Schildkröten am tiefschwarzen Lavastrand


04 / Black Sands Beach

Am südlichsten Zipfel von Big Island angekommen, setzen wir uns am „Black Sands Beach“ in den Sand, der – wie der Name verrät – aus tiefschwarzem Lavasand besteht.Grüne Palmen im besten Südsee-Look wachsen im schrägen Winkel über den Strand. Zahlreiche große Green Sea Turtles liegen mit uns faul in der Sonne, mit Respekt halten wir Abstand, auch wenn der Reiz groß ist, einmal auf die dicken Panzer zu klopfen. Aber genau das soll man unterlassen …

Das Highlight auf Big Island:
Der aktive Vulkan Kilauea


05 / Hawaiʻi Volcanoes Nationalpark

Als nächstes steht der absolute Höhepunkt Hawaiis vor uns. Schon als Kind hat Hendrik sich für Vulkane begeistern können, doch noch nie haben wir beide einen aktiven Vulkan sehen können. Wir hoffen inständig, dass wir jetzt und hier die Gelegenheit bekommen: Willkommen im Hawaii Volcanoes National Park! Zunächst beziehen wir unsere kleine Lodge, die mitten in einem an den Park angrenzenden Urwald liegt. Das ist echt urig hier, denn um uns herum ist eben nichts als grüner, dichter, feuchter Regenwald.

Von hier aus fahren wir mit großer Erwartung in den Park. Erste Anlaufstelle ist das Visitor Center. Die Seismographen verraten uns, dass schon seit Wochen keine Aktivitäten im Park stattfinden, die für die Öffentlichkeit zugänglich wären. Dort, wo Lava fließt, lassen sie uns nicht hin. Und aus Sicherheitsgründen verraten Sie uns gar nicht erst, wo die Lava genau fließt.

Direkt in der Nähe ist der große Kilauea Vulkan, dessen Hauptkrater, der Puʻu-ʻŌʻō-Krater, seit über 150 Jahren Lava entlässt. Vielleicht haben wir ja doch eine Chance? Wir nehmen den Crater Rim Drive und umzirkeln den riesigen Puʻu-ʻŌʻō-Krater und stellen das Auto auf einem der Parkplätze ab. Überall riecht es nach Schwefel, der aus zahlreichen Felsspalten entweicht. Langsam setzt die Dämmerung ein, sodass wir uns sputen wollen. Vom Aussichtspunkt in der Nähe wollen wir das riesige Areal überblicken. Kaum erreichen wir besagten Punkt, stellen wir in der Mitte des Kraters leichten Rauch fest, und weil es schon dämmert, sehen wir das rote Flackern von Lava aus der Mitte des Kraters. WOW! Es ist zwar nicht so spektakulär wie erhofft, doch zu wissen, dass da vorne unter der Erde ein massives Lavafeld brodelt, ist extrem beeindruckend!

So zerstörerisch kann Lava sein:
Die Chain of Craters Road

06 / Pahoa

Am nächsten Morgen kommen wir in den Park zurück und nehmen dieses Mal die „Chain of Craters Road“, die einzige Straße, die bis runter an die Küste von Big Island führt, vorbei an zahlreichen Lavafeldern und Lavahöhlen. An der Küste angekommen wird uns erst richtig klar, wie riesig diese Lavafelder tatsächlich sind. Und dass die Lava unentwegt dafür sorgt, dass die Insel wächst und wächst. Hier an der Südspitze von Big Island peitschen die Wellen mit voller Wucht auf die erstarrte Lava-Küste – es ist das reinste Kräftemessen der Naturgewalten.

Wie zerstörerisch Lava tatäschlich sein kann, erfahren wir, als wir einen Abstecher in die nahegelegene Stadt Pahoa am südöstlichen Zipfel von Big Island machen. Erst vor vier Wochen ist hier ein Lavastrom durch die Stadt geflossen und hat eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Zahlreiche Häuser sind vernichtet worden. An der Sperrmüll-Deponie in Pahoa sehen wir, wie der Lavastrom kurz vorher halt gemacht hat und durch seine Hitze einen Maschendrahtzaun geschmolzen hat. Ein unfassbares Szenario!

Akaka Falls mitten im Dschungel
 von Big Island

07 / Honomu

Weiter geht es an der Ostküste von Big Island entlang. Hilo ist eine kleine Stadt inmitten einer atemberaubenden Natur. Wir sind so begeistert von der Natur, dass uns eine Stadtbesichtigung kaum in den Sinn kommt. Zumal Hilo auf den ersten Blick nicht den Eindruck erweckt, als würde sich ein zweiter Blick lohnen.

Ein gutes Stück hinter Hilo stoppen wir an den Akaka Falls. Durch dichten Dschungel mit Farnen, Lianen und 10 Meter hohem Bambus gibt das Dickicht plötzlich den Blick auf den 135 Meter hohen Wasserfall frei – der also doppelt so hoch ist wie die Niagara Fälle!

Im Norden der Insel, an der North Shore, wird Big Island plötzlich richtig saftig grün und ist nicht mehr so staubig-schwarz-trocken wie im Süden. Vom Pololu-Valley Lookout haben wir einen tollen Ausblick auf die Küste, die uns irgendwie ein Stück an Irland erinnert.

Unserer Rundreise über Big Island neigt sich in dem kleinen Ort Hawi dem Ende entgegen. An der Nordspitze finden wir eine Statue von Kamehameha I. – Ende des 18. Jahrhunderts der erste König Hawaiis und ein Konterfei, dem wir auf Hawaii immer wieder begegnen. Unsere Tour auf Big Island endet schließlich in einem alten historischen Fischerdorf, dem Lapakahi State Historical Park.

Unsere Route

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© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer