Seattle

Washington, USA / 2018

Kunst und Kultur prägen die Metropole im Nordwesten der USA ebenso wie Grunge, Pop und Rock. Mittendrin: die Space Needle – das berühmte Wahrzeichen der Stadt – die Waterfront, der Pike Place Market und ganz viel Grün. Überhaupt sind die Wege in die Natur von hier aus sehr kurz …

Gute Aussichten!

01 / Waterfront

Unser erstes Ziel ist die Waterfront. Von Pier 48 bis 70 haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf den Hafen. Wer Fisch- und Meeresfrüchteliebhaber ist, findet hier zahlreiche Gelegenheiten, seinen Appetit anzuregen. Wir steuern auf Pier 57 mit dem "Seattle Great Wheel" zu. Eine Fahrt im Riesenrad interessiert uns zwar nicht, aber vom Pier aus haben wir bei sonnigem Herbstwetter einen tollen weiten Blick auf den Puget Sound, bis hinüber nach Kanada. An Pier 59 passieren wir auf das berühmte Seattle Aquarium mit seiner Vielfalt an Meerestieren und Pflanzen des amerikanischen Nordwesten.

Letterpress – ein haptisches und optisches Erlebnis

02 / Pike St. Press, 1510 Alaskan Way

Am Aquarium biegen wir ab Richtung Innenstadt. Ganz zufällig stoßen wir auf den kleinen Letterpress-Laden "Pike St. Press". Letterpress, früher Buchdruck genannt, ist das älteste Druckverfahren, das auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se Gedrucktes haptisch und optisch erlebbar machen lässt. Für uns als Grafik- und Designästheten ein Jackpot! Gemütlich stöbern wir durch die Regale voller Postkarten, Bücher, Hochzeitseinladungen und bewundern auch die alte Heidelberger-Tiegeldruckpresse aus den 50er Jahren.

Ist das Kunst oder kann das weg?

03 / Gum Wall

Der nächste Zufall lässt uns etwas staunen – und ekeln. In einer kleinen Gasse kurz vor dem Pike Market Place kleben Millionen von Kaugummis an den alten Backsteinwänden. Seit mehr als 20 Jahren gehört es offenbar zu einem Seattle-Besuch dazu, seine Kaugummis irgendwo auf der 30 Meter langen Wand anzukleben. Ob Kunst oder nicht, in jedem Fall gibt es ein cooles und skurriles Motiv ab!

Wenn Liebe durch den Magen geht

04 / Pike Place Market

Richtig touristisch, aber auch richtig lecker geht es im Pike Place Market zu. In den langen Markthallen zwischen Union St. und der Lenora St. finden wir jede Menge Fischstände, Obst und Gemüse in prächtig bunten Farben, Öle und Gewürze, Honig und Marmelade, Blumen, Schmuck und Kleidung. Zwischen den schlendernden Menschen sitzen Straßenmusiker und versüßen euch die Atmosphäre. Und auch der allererste Starbucks der Welt ist nur einen Steinwurf entfernt. Es riecht überall so gut, dass uns das Wasser im Mund zusammenläuft – und wir können uns gar nicht entscheiden, an welchem Stand wir als nächstes naschen wollen.

Seattle-Panorama perfekt – aber teuer!

05 / Space Needle & MoPop

Mit vollem Magen schlendern wir durch die Innenstadt und steuern auf das Wahrzeichen von Seattle zu: die Space Needle. Im Zuge der Weltausstellung 1962 wurde der 184 Meter hohe Turm errichtet, und ist auch heute noch mit seiner futuristischen Architektur seiner Zeit weit voraus. Sehr gerne würden wir von der Aussichtsplattform einen Blick über die Stadt und den Sund riskieren.

Direkt neben der Space Needle befindet sich das berühmte Museum des Glaskünstlers Dale Chihuly: Im "Chihuly Garden and Glasses" stellt er seine einmalige Kunst aus Glas vor, in Form von gläsernen Pflanzen und Skulpturen, in allen erdenklichen Farben und Formen.

Ein ganz anderes Musuem liegt ebenfalls direkt neben der Space Needle: das Museum of Pop Culture, kurz MoPop genannt. Das extravagant gestaltete Gebäude trägt die Handschrift des Star-Architekten Frank Gehry – denn die Ähnlichkeit zur Walt Disney Concert Hall in Downtown Los Angeles ist auf den ersten Blick zu erkennen. Im Innern wartet eine immense Sammlung aus rund 100.000 Stücken rund um Musik mit Songs, Gitarren, Briefen, Videos, Spielen, Filmen auf die Besucher. Zwischendurch gibt es immer wieder Sonderausstellungen (wie aktuell Nirvana und Pearl Jam).

Gerade das MoPop interessiert uns brennend, doch ganz ehrlich, beim Blick auf die Preislisten vergeht uns ganz schnell die Vorfreude:

  • > Space Needle: $37 pro Person
  • > Space Needle + Chihuly Gaden & Glass: $49 pro Person
  • > und komplett Pacific Science Center & Seattle Center Monorail Ticket: $78
  • > MoPop: $28 - $34 pro Person (entweder nur Museum oder auch Extra-Ausstellung)


Damit würden wir auf einen Schlag $220 Dollar für uns beide an Eintrittsgeldern ausgeben. Wir lehnen dankend ab, denn das ist uns eindeutig zu teuer. Schade!

Die Alternative zur Space Needle

06 / Kerry Park

Einen tollen Ausblick auf die Skyline von Seattle bietet nicht nur die Space Needle, sondern auch der Kerry Park am Südhang des Queen Anne Hill. Vom Seattle Center erreichen wir den Park in gut 20 Minuten Fußmarsch, und wir nehmen dabei in Kauf, dass es sehr steil bergauf geht. Dafür führt der Weg durch ein ganz schönes Wohngebiet, und der Blick vom Park auf die Stadt kostet uns keine Dollar, sondern nur ein paar Kalorien.

Anschauliche Wohngegend und Ruheplatz eines Stars

07 / Capitol Hill

Das Stadtviertel Capitol Hill ist die vermutlich schönste Wohngehend in ganz Seattle. Die wunderschönen Häuser mit ihren Treppen oder Front-Porches erinnern uns stark an New York City. Wir finden es spannend, in die Vorgärten und durch die Fenster der Häuser zu schauen.

Nördlich vom Volunteer Park stoßen wir auf den Lake View Cemetery. Mittendrin liegt das Grab des weltberühmten Martial-Arts-Stars Bruce Lee und seinem Sohn Brandon. Wieder einmal ein überraschender Zufall – jetzt haben wir nicht nur Lee's Geburtsstätte Hong Kong besichtigt, sondern auch seine letzte Ruhestätte!

Südlich in Capitol Hill finden wir zahlreiche Shopping-Möglichkeiten und Restaurants entlang des Broadway East. Eine coole und hippe Gegend, mit vielen alternativen Menschen, Murals und szenigen Bars.

Ab ins Grüne!

08 / Olympic Peninsula & Mt. Rainier

Seattle ist eine sehr grüne Stadt; nicht nur mit viel Grün, sondern auch einem für amerikanische Verhältnisse stark ausgeprägtem nachhaltigem Gedanken.

Wem die Stadt zu viel wird, dem sei gesagt: Der Weg ins Grüne ist von Seattle nicht weit! Sowohl ein Tagesausflug zum Mount Rainier Nationalpark als auch ein Ausflug zur Olympic Peninsula mit dem Olympic Nationalpark sind sehr lohnenswert, denn sie beide sind ein einziges Naturerlebnis! Vor allem im Oylmpic lernen wir viel über die Geschichte verschiedener Indianer, entdecken den grünsten Regenwald (Costa Rica lässt grüßen), wandern auf Bergen mit atemberaubender Aussicht und entspannen an naturbelassenen Stränden, wie La Push.

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