Maui

Hawaii, USA / 2015

Unsere Hochzeit im kalifornischen Carpinteria liegt jetzt schon drei Wochen zurück, und wir sind immer noch in den Flitterwochen auf Hawaii. Nach Oahu, Kauai und Big Island kommen wir nun nach Maui, das ein krönender Abschluss unseres Hawaii-Inselhoppings sein wird.

Die wilde Schöne


01 / Über Maui

Maui bildet mit seiner derartigen Vielfalt den besten Mix aus allem, was Hawaii ausmacht: Surfer-Hochburg, urtümliche Natur mit tropischen Regenwäldern und Wasserfällen, wilde Vulkanlandschaften, traumhafte Sandstrände – und die schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.

650 Kurven und 200 Brücken

02 / Road to Hana

Bei unserer Ankunft regnet es nach Strich und Faden. Wir machen es uns in dem kleinen Surferstädtchen Paia in einem coolen Café gemütlich und tun das, was wir bekanntlich am liebsten machen: Menschen beobachten.

Wir wollen an das südliche Ende von Maui, nach Hana, um von dort in den Dschungel zu einem Wasserfall zu wandern. Die berühmte „Road to Hana“ verlangt uns alles ab – hätten wir im Vorfeld gewusst, was das für eine Gurkerei ist, hätten wir es vielleicht gelassen. Kurz hinter Paia beginnt diese 72 km lange, sehr enge Küstenstraße, die durch dichten Dschungel mit Lianen und Bambus, über einspurige Brücken und vorbei an unzähligen Wasserfällen und Steilküsten führt. Ein Traum! Wenn die 650 Kurven nicht wären, die uns nach 3 Stunden Autofahrt ordentlich durchrütteln. Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass wir den ganzen Weg auch wieder zurück müssen! Leider sind wir nicht allein unterwegs und können unser eigenes Tempo fahren – stattdessen bremsen uns übervorsichtige und ganz offensichtlich ängstliche Verkehrsteilnehmer auch noch aus.

Durch den dichten Bambus-Wald


03 / Hana Forest Reserve

Irgendwann erreichen wir den südlichen Eingang des Hana Forest Reserve, ein Teil des Haleakala National Parks. Wir ziehen unsere Boots an, schmieren uns mit Mückenschutz ein – und auf geht’s auf den Pipiwai-Trail zum 3 Kilometer entfernten Wasserfall. Bergauf! Da es ja kürzlich wie aus Eimern geregnet hat, ist der Weg richtig schön matschig und rutschig, sodass der Hike entsprechend anstrengend wird. Es geht durch dichten Dschungel und über kleine Hängebrücken, bis wir plötzlich inmitten eines dichten Bambuswaldes stehen. Mitten hindurch führt der einzige Weg, bis wir vor dem riesigen Wasserfall stehen. Lara Croft und Indiana Jones lassen grüßen! Es ist eine willkommene Erfrischung, ehe wir den langen Abstieg in Angriff nehmen.

Traumstrände auf Maui


04 / Wailea Beach

Nach diesem anstrengenden Hike werden wir die nächsten Tage an einem der traumhaften Strände relaxen. In Lihaina, einem gemütlichen Surfer-Dorf an der Nordwest-Küste von Maui, lassen wir es uns richtig gut gehen. Noch viel schöner ist Wailea Beach, wenn auch deutlich überlaufener. Weißer Sand, türkises Wasser, und dass beim Bad im Meer dauernd Schildkröten unter uns durchtauchen, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt.

Die breite Farbpalette der Natur


05 / Haleakalā National Park

Nach so vielen Highlights, die wir allein auf Hawaii erleben durften, kommt mit dem Haleakalā National Park sozusagen die große Zugabe. Wieder von Paia aus (den Ort haben wir in unser Herz geschlossen) nehmen wir die gut ausgebaute Serpentinenstraße auf den 3.000 Meter hohen Krater des Haleakalā. Faszinierend hier oben ist, dass wir oberhalb der Wolkendecke stehen und das Gefühl haben, als würde der Krater einfach auf der Wolkendecke schweben.

Die letzten Meter steigen wir zu Fuß den Berg hinauf und stellen, oben angekommen, wieder einmal fest, wie wunderschön und atemberaubend unser Planet Erde doch sein kann. Vor uns eröffnet sich das Bild einer riesigen Kraterlandschaft, braun-schwarze Lavafelsen, überzogen mit der vollen Farbpalette von rot, grün, blau bis gelb. Es sieht aus, wie eine Künstler-Palette über den Wolken. Eine ganze Stunde setzen wir uns hin und genießen diesen tollen Ausblick. Wer weiß, ob wir jemals wieder hierherkommen, an das Ende der Welt, auf die andere Seite des Erdballs.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer