Yosemite Nationalpark

Kalifornien, USA / 2003 / 2014

Wir sind unterwegs in einem der schönsten Nationalparks der USA. Der Yosemite Nationalpark bietet Natur in XXL – wie auch die Mammutbäume, die Giant Sequoias im gleichnamigen Nachbarpark, im Großformat ausfallen. Ein Besuch allein reicht bei weitem nicht, um das Angebot des Yosemites auszukosten.

Einer der schönsten Nationalparks der USA

01 / Über den Yosemite Nationalpark

Der Yosemite National Park – nach dem Yellowstone National Park und dem Grand Canyon National Park vermutlich der schönste Park der USA, wenn auch nicht der meistbesuchteste. Was den Yosemite so besonders macht, ist eine landschaftliche Vielfalt, und seine Artenvielfalt. Der Park ist so riesig, dass wir ihn unmöglich an nur einem Tag entdecken können. Vermutlich kann man zwei Wochen hier verbringen, um das meiste zu sehen – doch soviel Zeit haben wir natürlich nicht (nur für einen Park). Zweimal waren wir jetzt im Yosemite Park, und zumindest die wichtigsten und schönsten Ecken haben wir gesehen.

Wir nehmen den Parkeingang im Südwesten. In Mariposa haben wir zuletzt in einem B&B übernachtet, das dicht am Parkeingang ist. Dadurch verlieren wir nicht zuviel Zeit, als wir früh am Morgen in den Yosemite National Park starten. Schon kurz nachdem wir den Parkeingang passiert haben, sehen wir auf einer Lichtung einen Schwarzbären. Wir halten an und beobachten das Tier, das immer näher kommt. Noch nie zuvor haben wir einen Bären in freier Wildbahn gesehen, daher ist es ein sehr bewegender Moment für uns.

Gute Aussichten!


02 / Tunnel View

Wie die meisten Besucher hier, ist das Yosemite Valley der zentrale Anlaufpunkt. Auf dem Weg dorthin kommen wir zwangsläufig am "Tunnel View" vorbei, das schönste und auch bekannteste Postkarten-Motiv aus dem Yosemite. Von diesem Aussichtspunkt aus haben wir einen grandiosen Blick auf das Yosemite Valley, den El Capitan und den Half Dome. Sogar ein kleines Stück des Bridalveil Fall können wir ausmachen, auch wenn der Großteil verdeckt bleibt.

Mächtiger Wasserfall


03 / Bridalveil Fall

Nur kurz hinter dem Tunnel View halten wir wieder an, um den Bridalveil Fall aus nächster Nähe zu betrachten. Fast 190 Meter schießt das Wasser hier in die Tiefe, dabei verteilt sich das Wasser so breit, dass der Wasserfall wie ein Brautschleier wirkt. Der entstehende Nebel ist eine willkommene Abkühlung für uns an diesem warmen Morgen.

Das Naturparadies


04 / Yosemite Valley

Wir sind jetzt bereits im Yosemite Valley angekommen, und folgen dem Merced River flussaufwärts. Linke Hand blicken wir ehrfürchtet an der steilen Wand des El Capitan hinauf, und parken unser Auto schließlich auf dem großen Parkplatz mitten im Valley. Bevor wir von hier aus wir verschiedene Wanderungen unternehmen, genießen wir erst einmal das wahnsinnige Panorama, das wir von der kleinen Brücke genießen können, die den Merced River überspannt. Hier ist es überall wunderbar grün, und der Fluss unter uns hat so glasklares Wasser, dass wir am liebsten reinspringen möchten. Von hier aus haben wir einen perfekten Blick auf den Upper und den Lower Yosemite Fall – die beide leider im Hochsommer kein Wasser führen. Wir können uns jedoch gut vorstellen, mit welchem Getöse hier das Wasser in die Tiefe schießt.

Spieglein, Spieglein …


05 / Mirror Lake

Wir lassen das betriebsame Curry Village rechts liegen und begeben uns auf den Trail zum Mirror Lake. Unterwegs stockt uns der Atem: ein Bär! Keine 10 Meter von uns entfernt läuft ein Schwarzbär am Waldrand entlang, doch während wir beinahe panisch werden, interessiert sich der Bär kein bisschen für uns … und geht gemütlich seinen Weg. Vermutlich sind die Tiere längst an die Menschen im Yosemite gewöhnt.

Der recht einfache Trail führt uns vorbei an Bächen und Seen, bis wir schließlich den Mirror Lake erreichen. Das Bild, das sich uns bietet, ist fantastisch: Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, sodass sich die umliegenden Berge und Wälder im See spiegeln.

Der Weg über die Berge


06 / Tioga Pass

Zurück im Village, führt uns auf dem ersten Roadtrip die Strecke über den Tioga Pass weiter durch die Berge nach Nordosten, einmal quer durch den Yosemite Nationalpark. Immer wieder haben wir wunderbare Ausblicke auf die einmalige wilde Natur, vorbei an Lichtungen mit Wild, und vorbei an glasklaren Seen, die stellenweise sogar noch zugefroren sind – so hoch sind wir mittlerweile in den Bergen. Im Osten verlassen wir den Park in Richtung Lee Vining am Mono Lake. Die Fahrt hat Ewigkeiten gedauert und es ist spät. In June Lake mieten wir uns ein Zimmer in einem Blockhaus, um am nächsten Tag weiter Richtung Norden zu fahren.

Schlafende Riesen: Mammutbäume


07 / Sequoia & Kings Canyon National Park

Während wir auf dem ersten Roadtrip den Tioga Pass nach Osten gewählt haben, verlassen wir dieses Mal den Park wieder im Südosten in Richtung Oakhurst und Fresno. Unser Ziel ist der Sequoia & Kings Canyon National Park. Am Kings Canyon Visitor Center angekommen, wählen wir zuerst die Route in den Kings Canyon. Um es kurz zu machen: Der Kings Canyon hat uns durchaus gefallen, doch wer schon im Yosemite Nationalpark war, muss den Aufwand nicht mehr betreiben, auch noch den Kings Canyon zu besuchen. Das ist zumindest unser Gefühl, als wir den Kings Canyon wieder verlassen.

Wir nehmen nun die ausgeschilderte Route nach Süden, in den Sequoia Nationalpark – und der lohnt sich richtig! Die Route führt uns durch eine wunderschöne Landschaft mit Seen, Wiesen und Wäldern – das besondere hier sind allerdings die Sequoias, die Mammutbäume. Bis zu 120 Meter (!) ragen die Riesen in den Himmel, mit Stämmen so dick, dass teilweise ein Auto hindurchfahren könnte. Solch einen "Tunnel" bestaunen wir kurz hinter dem General Sherman Trail, eine Wanderroute zum größten Mammutbäumen des Parks, dem "General Sherman".

Unsere Route

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte rechnen Sie 5 plus 4.
© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer