Ghosttown Bodie

Kalifornien, USA / 2003 / 2014

Willkommen in der am besten erhaltenen Geisterstadt der USA: Innerhalb von nur 10 Jahren ist die einstige Boom-Town während des großen Goldrauschs 1859 in ein bedeutungsloses Dorf abgestürzt. Die sehr gut erhaltenen Gebäude sind Zeitzeugen der einstigen Goldgräber-Stimmung in Ost-Kalifornien.

Inhaltsverzeichnis

Vom Goldrausch zur Geisterstadt

Bodie ist die am besten erhaltene Geisterstadt in Kalifornien, östlich der Sierra Nevada und südlich von Lake Tahoe gelegen.

Die Stadt ist nach William S. Body benannt, der 1859 in den Bergen südlich von Lake Tahoe Gold entdeckt hatte. Bereits zwei Jahre später wurde die erste Mine errichtet und die Stadt begann, sich rasant zu entwickeln. Immer mehr Goldfunde lockten auch immer mehr hoffnungsvolle Menschen an. 1880 zählte Bodie bereits 10.000 Einwohner und knapp 2.000 Gebäude. Mit der Größe wuchs auch die Infrastruktur und das Leben rund um die Goldminen. So gab es 65 Saloons, sieben Brauereien, Prostitution, eine chinesisches Viertel mit Tempel, aber auch eine Eisenbahn, mehrere Zeitungen und verschiedene religiöse Kirchen.

Durch das Gold, das dort im Umlauf war, stieg auch die Kriminalität. Berühmt ist der Tagebucheintrag eines kleines Mädchen das schrieb: „Goodbye God, I’m going to Bodie!“ (Auf Wiedersehen Gott, ich ziehe nach Bodie!).

Das schnelle Geld bedeutet das Ende der Stadt

Nur 10 Jahre später begann der Niedergang der Stadt, zum einen weil der Goldpreis stark gefallen war, zum anderen weil viele Minenarbeiter auf schnelles Geld setzten und in andere Boom-Towns in Montana, Arizona oder Utah weiterzogen. Der endgültige Niedergang war in den 1920ern, als mehrere Großbrände die Innenstadt und das Geschäftsviertel komplett zerstörte.

Heute ist Bodie eine authentische Geisterstadt des Wilden Westens. Mehr als 100 Gebäude sind erhalten bzw. restauriert. Was den Besuch besonders interessant macht ist, dass einige der Saloons, Schulen, Wohnhäuser oder Kirchen noch komplett eingerichtet zurückgelassen wurden und so einen einmaligen Einblick in diese Epoche bieten.

Anfahrt

Bodie liegt 30 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Lee Vining in den Bergen, nördlich des Mono Lakes. Man erreicht den State Historic Park, indem man von Lee Vining aus dem Highway 395 rund 30 Kilometer nach Norden folgt und dann nach Osten auf die 20,9 Kilometer lange State Route 270 (Bodie Road) abbiegt. Die Straße ist zunächst asphaltiert. Die letzten 4,8 Kilometer sind jedoch eine sehr holprige Gravel Road.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer