Roadtrip Highway 1

Kalifornien, USA / 2003 / 2014 / 2016

Der Klassiker unter den Kalifornien-Reisen: einmal von San Francisco nach Los Angeles, immer entlang der Küste über den Pacific Coast Highway. Vorbei an coolen Küstenstädtchen, teuren Villen und durch eine beeindruckende Natur. Der Highway 1 ist die Panorama-Route schlechthin!

California Surfing

01 / San Francisco – Santa Cruz

Heute geht es zum dritten Mal auf die wohl schönste Panorama-Traumstraße der ganzen USA: den Highway 1, auch bekannt als Pacific Coast Highway. Auf einer Gesamtlänge von 900 km führt er von Dana Point im Süden bis hinauf nach Leggett, entlang der zerklüfteten und malerischen Küste Kaliforniens. Das schönste Stück fahren wir heute zum zweiten Mal: von San Francisco nach Süden Richtung Los Angeles.

Über Pacifica steuern wir Santa Cruz an, und machen unseren ersten Halt in Half Moon Bay. Am Nordende von Half Moon Bay, etwa 400 m südwestlich von Pillar Point, ist ein beliebter Surf-Spot Kaliforniens. Dank der Beschaffenheit von Felsen und Meeresboden in dieser Bucht, brechen die Pazifikwellen besonders hoch. In den Wintermonaten erreichen die sog. Mavericks Höhen von bis zu 20 Metern.

Schließlich geht es weiter nach Santa Cruz, einem freundlichen Küstenort, der sich ebenfalls mit seinen Surferwellen einen weltbekannten Namen gemacht hat. Hier in Santa Cruz kommt zum ersten Mal das typisch lässige Strandleben in Kalifornien zur Geltung. Der Santa Cruz Boardwalk, ein kleiner Vergnügungspark direkt am Strand, wartet mit historischen Achterbahnen, einer Arkade und dem typischen Duft nach frischer Meeresbrise, Zuckerwatte und Hot Dogs auf.

Pflicht-Stopp in Monetery

02 / Monterey County

Wir umfahren die Monterey Bay, wie die riesige Bucht südlich von Santa Cruz heißt, und übernachten als nächstes in Monterey. Der Ort mit seinen spanischen Wurzeln und den Adobe-Bauten in der Altstadt ist ein wertvoller und perfekter Ort, um auf der Reise einmal durchzuatmen. Erster Anlaufpunkt ist die Cannery Row: Wo Anfang des 20. Jahrhunderts noch die größte Sardinenkonservenfabrik der Welt lag, gibt es heute eine bunte Straße mit Restaurants, Unterhaltungsangeboten, und schönen Ausblicken auf die Bay zu entdecken. Mittendrin: das Monterey Bay Aquarium, mit Thunfischen, Haien und über 700 anderen Fischarten, sowie Pinguinen.

Tipp zum Essen & Trinken: In der Cannery Row Brewing Company gibt es leckeres Deftiges und reichlich Craft-Beer!

Und noch ein kleiner Tipp für Motorsport-Fans (wie uns): Ganz in der Nähe von Monterey liegt der berühmte Laguna Seca Raceway, die Rennstrecke mit der berühmten Korkenzieher-Kurve. Aufgrund des hügeligen Geländes können wir von vielen Stellen auf die Strecke blicken – auch auf die besagte Kurve!

Der schönste Teil:
17-Mile-Drive & Carmel-by-the-Sea


03 / Monterey – Carmel

Wer sehen will, wie die High Society von Kalifornien wohnt, aber auch, wer eine malerische Natur bewundern möchte, dem legen wir den 17-Mile-Drive von Monterey nach Carmel ans Herz. Die kostenpflichtige Mautstraße ist jeden Cent wert: Wir fahren dicht an der Küste entlang, durch eine wunderschöne Küstenlandschaft. Von Land aus können wir reichlich Seevögel, Delfine und Seelöwen beobachten, sogar Orcas soll man mit etwas Glück entdecken können. Die Straße führt uns zwischen exklusive Golfplätze hindurch und vorbei an teuren Villen, die sich allesamt perfekt in die Landschaft schmiegen und einen tollen Ausblick auf den Pazifik genießen.

Am Ende des 17-Mile-Drive erreichen wir nach Pebble Beach Carmel-by-the-Sea, ein kleines Künstler-Städtchen mit einer sanft geschwungenen Strandbucht. In den kleinen Boutiquen und Cafés können wir Stunden verbringen. Vor langer Zeit war der berühmte Clint Eastwood einmal Bürgermeister von Carmel.

Am Südende von Monterey lohnt ein Abstecher in das Schutzgebiet Point Lobos State Reserve. Mit seinen umtosten Klippen, blauen Buchten und bunten Wiesen laden kurze Wanderwege auf einen Ausflug in die Natur ein.

Raue, malerische Natur


04 / Big Sur

Wie beeindruckend die Natur am Highway 1 auch sein kann, erleben wir auf dem nächsten Teilstück von Carmel-by-the-Sea nach Big Sur. Dabei wirkt die Bixby Creek Bridge, eine Brücke im Art-déco-Stil und eines der Wahrzeichen des Highway 1, wie das "Tor" zu der nun folgenden rauen Küstengegend. Wir passieren auf unserem weiteren Weg Feuchtgebiete, Artischockenfelder, Zypressenhaine und Küstenklippen.

Doch dass die Sehenswürdigkeiten entlang der Straße nicht nur zur Küste zählen müssen, beweist der Pfeiffer Big Sur State Park. Hier können wir ungestört zu Mammutbäumen und Wasserfällen wandern und abends – begleitet vom fernen Gebell der Seelöwen – einen atemberaubenden Sonnenuntergang bewundern.

Die Straße windet sich weiter kurvig an den Klippen entlang zum Julia Pfeiffer Burns State Park, dessen Bucht mit kleinem Wasserfall – den Mc Way Falls – ganz untypisch ein fast karibisch anmutendes Motiv abgibt. Der Wasserfall strömt vom Felsen herab in ein kristallklares azurblaues Meer.

Exzentrisches Hearst Castle

05 / San Simeon

In San Simeon angekommen, lohnt ein Abstecher zum Hearst Castle. Das an ein Schloss erinnernde Anwesen ist ein völliger Irrsinn: William Randolph Hearst gilt als einer der Erfinder der Regenbogenpresse und als Exzentriker, was sich in Hearst Castle zweifellos niedergeschlagen hat. Das Anwesen ist eine wilde Mischung unterschiedlichster Einflüsse, bei denen Geld keine Rolle gespielt hat – von römischer bis hin zu ägyptischer Architektur und Kunst ist alles vertreten. Ganze Teile des Anwesens wurden aus Europa und Afrika eingeflogen, anstatt sie einfach nachzubauen. Wie sich ein Mensch allein soviel Prunk leisten kann, erklärt sich uns absolut nicht.

Eine der schönsten Städte in ganz Kalifornien – Ort unserer Hochzeit


06 / Santa Barbara

Über Pismo Beach fahren wir weiter nach Santa Barbara. Als wir zum ersten Mal in Santa Barbara waren, konnten wir der Stadt auf den ersten Blick nicht viel abgewinnen. Mittlerweile waren wir schon mindestens fünf Mal in Santa Barbara – und haben im benachbarten Carpinteria 2015 für zwei Wochen „gewohnt“ und direkt an der Küste geheiratet.

Santa Barbara ist eigentlich eine für die USA eher untypische Stadt. Eher typisch europäisch, ist die Innenstadt entlang der State Street sehr gut zu Fuß zu erlaufen, hat zahlreiche gute Geschäfte und Restaurants zu bieten, und sogar ein paar verwinkelte Seitengassen. Vor allem ist es das spanisch-mexikanische Flair der Stadt, das Santa Barbara so reizvoll macht.

Auch das Santa Barbara Courthouse ist ein Besuch wert: Vom Glockenturm des ehrwürdigen Gebäudes haben wir einen tollen Blick über die gesamte Stadt und den Küstenabschnitt.

Etwas Natur finden wir im nahegelegenen Shoreline Park: Die Parkanlage mit alten Zypressen und anderen einheimischen Bäumen liegt entlang des Kliffs westlich von Santa Barbara. Auf zahlreichen Spazier- und Radwegen haben wir einen freien Blick bis zu den Kanalinseln.

Unser Hotel-Tipp: Das Hotel „Milo“ ist direkt am Strand und Pier von Santa Barbara. Das Mittelklasse-Hotel verleiht kostenlose Beach Bikes, mit denen wir ganz bequem die State Street entlang cruisen können.

Die letzte Etappe des Highway 1 führt uns über Oxnard nach Malibu und schließlich nach Santa Monica. Was es hier alles zu sehen gibt, erfährst du in unserem Reisebericht über Los Angeles & Santa Monica.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer