Thailand-Rundreise

Thailand / 2016

Unsere erste Reise in die asiatische Welt – da bietet sich Thailand als perfekten Einstieg an. Von Bangkok geht es in den Norden nach Chiang Mai fast bis zur Grenze zu Myanmar, und dann in den Süden nach Khao Lak und Krabi.

Drei Tage Bangkok: wunderbar, aber reicht!

01 / BANGKOK

Unsere allererste Asienreise – entsprechend gespannt sind wir, wie anders diese Welt sein würde. Um sich mit Asien vertraut zu machen, scheint Thailand ein guter Einstieg. Schnell stellen wir fest, dass Thailand in der Tat einfach zu bereisen ist, zudem ist es günstig und sicher. Kein Wunder, dass Thailand so beliebt ist unter Backpackern und jungen Menschen. Mehrere Millionen Reisende aus aller Welt besuchen jedes Jahr das Königreich im Südosten Asiens. Der Tourismus ist also einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Leider merkt man das …

Aber fangen wir vorne an: Die ersten drei Tage verbringen wir in Bangkok, wie du auch in unserem Bangkok-Reisebericht lesen kannst. Es ist ein riesiger Dschungel an Straßen, geschmückt mit zahlreichen beeindruckenden Tempeln und Palästen, tausenden leckeren Garküchen, und richtig dichtem Verkehr. In Bangkok ist echt was los. So viel los, dass wir Bangkok einen eigenen kleinen Reisebericht gewidmet haben.

Weiter geht's in den Norden Thailands

02 / Chiang Mai

Nachdem uns drei Tage in Bangkok gereicht haben, freuen wir uns nun auf Natur und etwas mehr Frischluft. Unser Flug nach Chiang Mai verläuft reibungslos, und direkt nach unserer Ankunft gehen wir erstmal zu Fuß und später per Fahrrad auf Entdeckungstour durch Chiang Mai. Die Ruhe im Vergleich zu Bangkok tut richtig gut, auch wenn es hier betriebsam zugeht.

Chiang Mai ist vor allem für die knapp 200 Tempel bekannt – die Wahrzeichen der Religion und Kultur der Thais. Die zwei Bekanntesten und auch Interessantesten sind der Wat Chiang Mai, welcher der älteste Tempel Chiang Mais ist und zwei heilige Buddha Statuen beherbergen. Zum anderen der Wat Doi Suthep, welcher hoch über der Stadt als Wahrzeichen Chiang Mais prangert. Auch ein Besuch in einer der vielen Thai-Box-Schulen steht auf unserem Programm.

Abends besuchen wir einen der regelmäßig stattfindenden Märkte, auf denen die Thais allerhand Selbstgemachtes anbieten: von Speisen über Taschen bis hin zu vielen landestypischen Dekos.

Abenteuer Autofahren – Ab in die Berge

03 / Doi Inthanon National Park

Am nächsten Tag mieten wir uns ein Auto, denn wir wollen zum Doi Inthanon National Park. Der Doi Inthanon ist Thailands höchster Berg, eine Straße führt vorbei an Wasserfällen und Dörfern der Bergvölker bis hinauf zum Gipfel. Umgeben ist der Berg von einem großen Nationalpark, in dessen Mitte viele Flüsse entspringen. Also genau das Stück Natur, das wir gut gebrauchen können!

Der Weg dorthin fordert uns einiges ab, das Autofahren wird zum großen Abenteuer. Auf den Straßen herrscht Chaos, zumindest aus Sicht von uns Deutschen, die unter Regeln groß geworden sind. In Asien vergiss alles, was du je in der Fahrschule gelernt hast! Montiere Außen- und Rückspiegel ab. Hier gibt es nur eine Regel: Achte nur darauf, was der Vordermann macht. Alles andere ist egal! Dicht an dicht, ohne Sicherheitsabstand, die Hupe im Anschlag als Warnung, Roller rechts, Roller links, Geschwindigkeitsschilder sind nur Landschaftsschmuck … einfach draufhalten und mitschwimmen. Es ist Wahnsinn, dass hier nichts passiert!

Nach zwei Stunden erreichen wir den Gipfel, aus 2.500 Metern Höhe haben wir einen tollen Blick über den Norden Thailands, das uns zu Füßen liegt. Auf dem Rückweg nach unten halten wir an den Königlichen Pagoden, die uns ebenfalls wieder einen fantastischen Blick auf das darunterliegende Tal ermöglichen.

Ausflug in den hohen Norden

04 / Chaing Dao

Mittlerweile haben wir das Autofahren in Thailand drauf. Wir lassen uns nicht abschrecken und machen uns gleich am nächsten Tag auf den Weg nach Norden. Vorbei an zahlreichen Reisfeldern erreichen wir nach 70 Kilometern Chiang Dao. In der Nähe sollen die Kareen-Völker, auch Longnecks, leben – doch niemand kann oder will uns sagen, wo wir sie finden können. Nach einigen Gesprächen mit Locals werden wir in Mua Teng doch noch fündig.

Zu unserem Bedauern, denn es bietet sich uns ein trauriges Bild: Mua Teng ist doch eine touristische Attraktion, in der Indische Elefanten dazu verdonnert werden, Touristen durch die Berge zu führen. Wir bilden es uns nicht ein, die Tiere sind alles andere als glücklich. Ein Stück weiter in den Dschungel hinein stoßen wir schließlich auf ein Longneck-Village, und auch hier ist gute Stimmung fehl am Platz. Es ist Tradition bei den Ureinwohnern aus Burma, die nach Thailand vertrieben wurden, mit jedem weiteren Lebensalter einen Ring mehr um den Hals zu legen – so wird der Hals immer länger. Würde man ihnen die Ringe jetzt entfernen, so erklärt uns eine Frau, würden sie aufgrund der nicht mehr vorhandenen Halsmuskulatur sofort ersticken. Es heißt, die Ringe sollen Wohlstand und Weisheit bedeuten. Von Wohlstand ist hier weit und breit keine Spur. Stattdessen schämen wir uns, dass wir überhaupt hier sind und auf diese "Touristenfalle" reingefallen sind.

Weiterreise in den Süden

05 / Khao Lak & Krabi

Unser nächstes Ziel ist der Süden Thailands. Von Phuket aus lassen wir uns von einem (dieses Mal äußerst entspannten) Taxifahrer nach Khao Lak bringen, wo wir ein paar Tage ausspannen wollen. Es ist ein seltsames Gefühl, in Khao Lak zu sein – immerhin ist das der Ort, der vom Tsunami 2004 besonders hart getroffen wurde und dessen schreckliche Bilder um die Welt gingen. Doch wir können keine Spuren der Katastrophe mehr feststellen, abgesehen von einigen abgeknickten Palmen.

Hier in Khao Lak gelingt es uns, nach der anstrengenden Reise ein paar Tage zu entspannen. Doch wir sind eben keine echten Beach Bums, somit starten wir nach zwei Tagen Nichtstun auf einen Ausflug zum Cheow Lan Lake und dem Khao Sok Nationalpark. Die Fahrt durch die Berge ist spektakulär und gewährt uns tolle Einblicke in die Natur. Am Stausee angekommen, klettern wir in ein typisches Longtail-Boot und knattern über das glasklare Wasser, vorbei an riesigen Kalksandstein-Felsen. Es ist eine bizarre, typisch asiatische, zauberhafte Landschaft mit allerhand Tieren (unser erster Nashorn-Vogel!). Nach einem fischigen Lunch in einem Floating Village sind wir gestärkt genug für eine Rafting-Tour flussabwärts, durch dichten Dschungel. Ein wahnsinniges und für uns völlig neues Gefühl!

Nach weiteren Strandtagen unternehmen wir einen weiteren Ausflug mit unserem Mietwagen nach Krabi. Viel zu touristisch ist es uns hier, so fahren wir zügig weiter nach Ao Nang Beach. Von hier aus lassen wir uns mit einem Boot zu einem der wunderschönen (und leider auch sehr überlaufenen) Bilderbuchstränden fahren: Railey Beach. Es ist das reinste Postkarten-Motiv, wie die Bucht von riesigen Kalksandstein-Bergen umrahmt ist und auf dem glasklaren Wasser die Longtail-Boote in den Wellen schaukeln.

Thailand ist wunderschön, wenn es doch bloß nicht so überlaufen wäre. Für uns steht fest: Wir wollen mehr von Asien sehen!

Unsere Route

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte rechnen Sie 6 plus 1.
© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer