Wien

Österreich / 2017

Wien fasziniert vom ersten Augenblick an. Diese Vielfalt an modernen und altehrwürdigen Sehenswürdigkeiten, bedeutenden Museen, traditionellen Cafe-Häusern gepaart mit moderner Shoppingkultur und neuer Architektur ziehen jeden Wien-Besucher in den Bann. Vor allem uns!

Unterwegs in der alten Kaiserstadt

01 / Wien

Wien in drei Tagen zu erleben und kennenzulernen ist fast unmöglich. Dafür ist die Stadt zu groß und es gibt einfach zu viel zu entdecken. So bleibt erstmal nur Zeit für die klassischen Touristenziele. Was auf jeden Fall hilft, sind eine gute Vorbereitung, das perfekte Wiener Straßennetz, und bequeme Schuhe.

Mit seinen über 1,7 Millionen Einwohnern war Wien jahrhundertelang kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburger und damit als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches, des Kaisertums Österreich und als eine der beiden Hauptstädte Österreich-Ungarns ein kulturelles und politisches Zentrum Europas. Und dies ist an fast jeder Ecke zu sehen. Endlich haben die Chance, Wien für uns zu entdecken!

Stephansdom – Das Wahrzeichen der Stadt

02 / Stephansdom

Bereits die Fahrt vom Flughafen in die Stadt lässt die besondere Atmosphäre Wiens erahnen. Doch bevor wir auf Entdeckungstour gehen, beziehen wir unser Zimmer im Motel One (wir haben die Kette liebgewonnen, denn Preis-Leistung überzeugen uns). Anschließend geht es auf direktem Weg zum Stephansplatz. Nachdem uns die Rolltreppe zurück ans Tageslicht fördert, verdeckt ein großer Schatten die Frühlingssonne: Ehrfürchtig blicken wir die Türme des Stephansdoms hinauf. In einem von ihnen befindet sich übrigens die zweitgrößte freischwingend geläutete Kirchenglocke Europas! Die gotische Bauweise des Doms imponiert uns jedoch nicht nur von außen, sondern auch von innen: die zahlreichen wertvollen Altare und Seitenkapellen sind ebenso beeindruckend wie der Domschatz, der kunstvolle mit Gold und Edelsteinen verzierte Reliquien beherbergt.

Sachertorte mit Schlagobers

03 / Staatsoper & Café Sacher

Im Zick-Zack-Kurs geht es weiter durch die Stadt zur Staatsoper. Gerne würden wir hinter die Kulissen der Oper schauen, doch eine lange Schlange an Besuchern ist uns die kostbare Zeit nicht wert. Wir laufen weiter nach Süden und schlendern über den Naschmarkt. Der Duft von frisch gebackenen Broten, von frischem Obst und Gemüse, von orientalischen Gewürzen und asiatischen Speisen steigt uns in die Nase und kurbelt den Hunger an. Doch trotz all dieser Köstlichkeiten haben wir Appetit auf etwas Süßes, etwas typisches in Wien: Sachertorte. Die gibt es am besten im Café Sacher, und schmeckt am besten zusammen mit Schlagobers (Sahne) bei einem "kleinen Braunen", wie die Wiener ihren Espresso nennen!

Bücher bis zur Decke

04 / Wiener Nationalbibliothek

Gut gestärkt geht es quer durch das Museums Quartier zum Maria-Theresien-Platz mit dem Naturhistorischen Museum, weiter über den Heldenplatz bis zur Hofburg. Die zahlreichen Fiaker (Kutschen) laden zur Zeitreise quer durch Wien ein, doch soviel Pauschaltourismus können wir widerstehen. Stattdessen führt uns der Weg in die Nationalbibliothek mit dem Prunksaal. Die Bibliothek gilt seit dem Kaiserreich als eine der umfangreichsten in ganz Europa und ist vor allem für ihre Sammlung naturwissenschaftlicher Veröffentlichungen bekannt. Der größte Schatz in der Bibliothek ist eine Papyrussammlung, deren älteste Exemplare auf das Jahr 1.500 vor Christi Geburt datiert werden konnten. Gerne würden wir eines der riesigen Bücher aus dem Regal ziehen und durchblättern, doch aufgrund ihres Alters würden die Seiten sofort zerfallen. Wir lassen alles lieber an Ort und Stelle.

Das Schloss der Schlösser

05 / Schloss Schönbrunn

Ein weiteres Highlight in Wien ist Schloss Schönbrunn. Der barocke Palast war von Mitte des 18. Jahrhunderts bis Ende des Ersten Weltkrieges Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses. Es war gewissermaßen der kulturelle und politische Mittelpunkt des damaligen Habsburgerreiches. Die schiere Größe des Schlosses Schönbrunn mit seinen 1.400 Zimmern und der etwa 160 Hektar umfassende gepflegte Park sind unbeschreiblich schön und beeindruckend zugleich. Dagegen ist Schloss Belvedere eher ein Schlösschen, doch auch dieses historische Bauwerk ist zumindest wegen eines herrlichen Panoramablicks über Wien einen Besuch wert.

Wien klotzt – und kleckert nicht!

06 / Saftige Preise

Die österreichische Hauptstadt klotzt nicht nur mit Geschichte, Kultur und Musik – auch in der Gastronomie hat Wien seinen Wert. Wir haben einen Bogen um feine Küchen gemacht und uns stattdessen auf das konzentriert, wofür Wien ebenfalls bekannt ist: Wiener Schnitzel und rustikale, gutbürgerliche Küche. Die Wiener Kalbsschnitzel werden zurecht als "Elefantenohren" bezeichnet, immerhin verdecken ihre Größe den gesamten Teller. Aber auch Gulasch oder Eiernockerl finden in den urigen Gasthäusern den Weg auf den Tisch. Das schmeckt!

Und in noch einem Punkt ist Wien sehr selbstbewusst: Eintrittspreise! So gut wie der Ruf der Wiener Küche ist, so sehr grenzen die Eintrittspreise der Museen und Sehenswürdigkeiten an den guten Geschmack. Neben der knappen Zeit ist das ein Grund, warum wir viele Highlights nicht intensiver besucht haben. Und dennoch: Wer sich davon nicht abschrecken lässt, kann auch ohne tiefere Einblicke eine imposante Stadt entdecken.

Unsere Route

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