Roadtrip durch Utah

Utah, USA / 2003 / 2013 / 2014

Die von Wind, Wasser und Zeit geformte Landschaft von Utah ist einfach atemberaubend schön, wie die »Mighty 5« eindrucksvoll unter Beweis stellen: Bryce Canyon, Zion National Park, Arches National Park, Canyonlands und Monument Valley.

Die Mighty Five


01 / Über Utah

Das Tolle an den USA ist, dass jede Region ihren eigenen Charakter hat, und jeder Bundesstaat unterschiedlich ist. Utah ist einer der Staaten, der besonders heraussticht aus den 50. Die von Wind, Wasser und Zeit geformte Landschaft von Utah ist einfach atemberaubend schön, wie die „Mighty 5“ eindrucksvoll unter Beweis stellen – so werden die fünf größten und besten Nationalparks der USA bezeichnet: Bryce Canyon, Zion National Park, Arches National Park, Canyonlands und Monument Valley.

Der natürliche Tempel Gottes


02 / Zion Nationalpark

Zion ist der älteste und vielleicht schönste Park in Utah. Als Mormonen-Siedler im 19. Jahrhundert in dieser Gegend ankamen, erklärten sie das Gebiet zum „natürlichen Tempel Gottes“ und nannten es gemäß ihrer Idealvorstellung „Zion“. Als wir den Zion Canyon zum ersten mal besuchen, sehen wir, warum die Mormonen die Gegend so schätzten – auch wenn wir uns nur schwer vorstellen können, dass es der kleine Virgin River war, der diese steil aufragenden Wände aus Sandstein geformt hat. Einige der größten Felsen tragen Namen wie Angel’s Landing, Three Patriarchs, West Temple und Great White Throne. Wir würden sagen, die Namen passen.

Den Zion Nationalpark können wir ausnahmsweise nicht mit dem Auto erobern. Stattdessen fahren uns Busse in den Park, die an zahlreichen Stellen halten. Von dort führen dutzende Wanderwege tief in die schöne Natur, von denen wir ein paar kürzere Strecken laufen. Dabei könnten wir Tage hier verbringen.

Das orange Amphitheater


03 / Bryce Canyon Nationalpark

Etwa eine Autostunde vom Zion Nationalpark entfernt liegt der Bryce Canyon Nationalpark. Er ist nicht sehr groß, aber er ist ein Juwel. Der Ausblick vom Rand in 2.700 Metern Höhe ist erstaunlich, insbesondere bei Sonnenaufgang, da ein Großteil des Canyons nach Osten ausgerichtet ist. Dabei ist Canyon eigentlich nicht die richtige Bezeichnung für diesen Ort – denn kein Fluss hat diese Schlucht in millionenjahrelanger Arbeit herausgewaschen. Und doch spielte Wasser bei seiner Gestaltung eine wichtige Rolle: Am Abbruch des Colorado-Plateaus bildeten sich auf einer Länge von mehr als 30 Kilometern halbkreisförmige Ausbuchtungen, riesigen Amphitheatern gleich. Regen, Wind und Schnee formten Basalt und Sandstein zu unzähligen Felsnadeln, den sogenannten "Hoodoos", die bis zu 60 Meter in die Höhe ragen. Vom Rand des Amphitheaters haben wir einen großartigen Ausblick auf die Landschaft, und noch spektakulärer ist der Bryce Canyon von unten, wenn man einen der vielen Wanderwege läuft, die zwischen den Felsnadeln hindurchlaufen.

Die 180-Grad-Kehre am Horseshoe Bend


04 / Page

Unser nächster Halt ist Page, das streng genommen schon in Arizona liegt. Der kleine Ort am Lake Powell ist ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region, zum Beispiel zum Antelope Canyon, die Glen Canyon Recreation Area, und vor allem dem Horseshoe Bend. Hier macht der Colorado River eine fast 180-Grad-Wendung, sodass die Felsen die Form eines Hufeisens angenommen haben. Am Canyonrand geht es steil nach unten, und der Ausblick ist atemberaubend!

Bekannte Western-Kulisse


05 / Monument Valley

Wir durchqueren ein kurzes Stück vom nördlichen Arizona und kehren zurück nach Utah. Direkt hinter der Staatsgrenze liegt das wahrscheinlich bekannteste und berühmteste Motiv des „Wilden Westens“: das Monument Valley. Die roten Tafel- und Restberge, die von einer leeren, sandigen Wüste umgeben sind, finden sich in unzähligen Westernfilmen oder auf Postern wieder.

Das Monument Valley ist für die Navajo Nation ein heiliger Ort. Das Tal hat sein Erscheinungsbild seit vielen Jahrtausenden nicht verändert. Einige der bekanntesten Formationen sind die „Mittens“, zwei erodierte Erhebungen mit daumenähnelnden Türmen. Andere Monolithen und Türme wurden mit Namen versehen wie Castle Butte, Sitting Hen und Three Sisters. Vom Visitor Center aus haben wir einen guten Überblick über das Tal.

Um näher heranzukommen und in das Valley vorzudringen, nehmen wir eine unbefestigte Straße, die kurz vor dem Visitor Center abzweigt. Leider ist das keine gute Idee, denn die Straße ist extrem uneben und mit riesigen Schlaglöchern versehen. Dummerweise haben wir kein SUV, sodass wir nur ganz langsam vorwärts kommen und dem Auto fast alles abverlangen.

Nach einem Abstecher zum „Canyon of the Ancient“ richten wir uns in dem kleinen Städtchen Moab ein. Von hier aus können wir bequem verschiedene Tagesausflüge in die umliegenden Nationalpark machen.

Die kunstvolle Natur


06 / Arches Nationalpark

Hier finden wir eine der höchsten Konzentrationen natürlicher Sandsteinbögen weltweit, mit Öffnungen von einem Meter Länge bis hin zum längsten Steinbogen, dem „Landscape Arch", dessen Bogen sich 93 Meter weit von Basis zu Basis spannt. Der aus unserer Sicht schönste Steinbogen ist allerdings der „Delicate Arch“. Obwohl es im gesamten Park mehr als 2.000 Steinbögen gibt, findet sich hier auch eine erstaunliche Vielfalt an anderen geologischen Formationen. Vor den gigantischen Sandsteinfinnen, massiven Felsüberhängen und hoch hinausragenden Felsnadeln kommen wir uns auf den Aussichtspunkten und Wanderwegen winzig klein vor.

Canyons, so weit das Auge reicht!


07 / Canyonlands Nationalpark

Canyonlands ist der größte Nationalpark von Utah mit einer atemberaubenden landschaftlichen Vielfalt. Inmitten des Colorado Plateau gelegen, umfasst der Park eine riesige Wildnis aus Fels und Stein. Der absolute Star hier: die geheimnisvolle Insel „Island in the Sky“. In diesem Teil des Canyonlands-Nationalparks haben wir das Gefühl, am Gipfel der Welt zu stehen. Der Ausblick hat unglaubliche Dimensionen!

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer