Krüger Nationalpark

Südafrika / 2016

Für fünf Tage mitten im afrikanischen Busch, mitten im größten Natur- und Wildschutzgebiet Südafrikas, dem Krüger Nationalpark. Oder genauer gesagt: Mitten in einem Privat-Reservat am Rande des Krüger, denn so kommt man dichter an die Tiere heran!

Der drittgrösste Canyon der Welt

01 / Blyde River Canyon

Nach Kapstadt und der Garden Route erreichen wir Johannesburg. Mit dem Mietwagen geht es 450 km bis nach Hazyview, dem perfekten Ausgangspunkt für ein weiteres Highlight Südafrikas. Dazu zählen weniger die Wasserfälle bei Sabie oder die Mac Mac Pools, sondern vielmehr der Blyde River Canyon.

Der Blyde River Canyon ist eine ca. 26 km lange und an einigen Stellen bis zu 800 m tiefe gigantische Schlucht – nach dem Grand Canyon in den USA und dem Fish River Canyon in Namibia ist es der drittgrößte Canyon der Welt. Auf Nachfrage erzählt uns ein Ranger, dass dieser Ort einst heilig und hart umkämpft war. Und: Unten im Blide River soll es vor Hippos und Krokodile nur so wimmeln. Vom Lowveld Viewpoint haben wir einen wunderbaren Blick über den Blyde River und den dahinter liegenden Lowveld, in dem der Krüger National Park beginnt. Bei guter Sicht, die wir heute leider nicht haben, könnte man sogar bis nach Mosambik schauen.

Die beste Erfahrung auf all unseren Reisen

02 / Krüger Nationalpark

Der Kruger National Park (Krüger Nationalpark) ist das größte Natur- und Wildschutzgebiet in Südafrika, genauer gesagt im Nordosten, ca. vier Autostunden von Johannesburg entfernt. Mit mehr als 500 Vogelgattungen, 100 Reptilien- und knapp 150 Säugetierarten sowie mehreren archäologischen Stätten und einer atemberaubenden Vielfalt an Bäumen und Pflanzen ist der Krüger Nationalpark der bedeutendste des ganzen Landes.

Für uns steht schon lange fest, dass Tiere in Gefangenschaft (z.B. im Zoo, in Sea World) ein absolutes No-Go sind. Bestärkt werden wir in unserer Einstellung, als wir auf unserer bisherigen Afrika-Reise wilde Tiere in Freiheit und in ihrer natürlichen Lebensumgebung beobachten konnten. Um die besten Möglichkeiten zu bekommen, wilde Tiere zu sehen, und um dem Massentourismus aus dem Weg zu gehen, entscheiden wir uns bewusst für ein Privat-Reservat: das Kapama.

Nach unserem kurzen Abstecher entlang der Panorama Route zum Blyde River Canyon erreichen wir schließlich dieses Reservat am Rande des Krüger. Kaum passieren wir das Tor , und ein Zebra läuft uns auf der staubigen Piste fast ins Auto. Wir sind völlig sprachlos und können es nicht fassen, wo wir uns gerade befinden!

Fünf Tage mitten im Afrikanischen Busch

03 / Kapama Game Reserve

Für fünf Tage leben wir in Zelten mitten im Afrikanischen Busch und gehen zweimal täglich auf Safari. Unser Ranger und sein Tracker entführen uns jeden Tag vor Sonnenaufgang um 5 Uhr und noch einmal am späten Nachmittag um 16 Uhr in eine Welt, wie wir sie uns nicht haben träumen lassen. Büsche und Sand, soweit das Auge reicht. Und mittendrin tummeln sich Tiere, die wir sonst nur aus Büchern oder Reportagen kennen: Antilopen, Gazellen, Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner, Zebras, Affen, Wasserbüffel, Flusspferde, Hyänen, Geier …

Einem Löwen bei der Jagd nach einer haushohen Giraffe zuzusehen, oder nur zwei Meter entfernt einen Löwen beim Lunch eines Warthogs zu beobachten, während die Geier in den Bäumen auf die Reste warten, erteilen uns eine gehörige Lektion in Demut. Gänsehaut-Höhepunkt auf einem unserer Ausflüge: Nichtsahnend fahren wir über eine Kuppe, und stehen plötzlich mitten in einer Herde von zwölf Elefanten. Wir trauen uns kaum zu atmen, dieser Moment ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Maximaler Kontrast zu unserem Alltag

04 / Kapama Game Reserve

Wir lernen viel über das soziale Verhalten der Tiere, über ihr Jagdverhalten, über die Natur – und wie man sich ohne Handy oder Kompass in ihr zurecht findet. Als wir beim Abendessen mit unserem Ranger in ein stundenlanges Gespräch bis tief in die Nacht versinken, erzählen wir uns gegenseitig von unseren Leben in Deutschland und Südafrika. Wie komplett unterschiedlich wir doch sind, und vor allem: wie oberflächlich wir konsumorientierten Süchtigen in der Ersten Welt doch leben. Worauf es im Leben wirklich ankommt, haben wir hier längst verlernt. Doch die fünf Tage in der Wildnis haben uns zumindest ein kleines Stück die Augen geöffnet.

Unsere Route

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