Seychellen Inselhüpfen

Seychellen / 2013

Wenn es das Paradies auf Erden gibt, dann muss es auf den Seychellen beheimatet sein: Dieses Archipel von 115 Inseln, mitten im Indischen Ozean, hat weit mehr zu bieten als nur azurblaues, glasklares Wasser und Traumstrände.

Inselhüpfen auf den Seychellen

01 / Seychellen

Neben den Malediven und Fidschis sind die Seychellen wohl das Traumziel schlechthin, wenn es um azurblaues, glasklares Wasser und Traumstrände geht. Wer sich beim Besuch allerdings nur auf das Baden und Sonnen konzentriert, verpasst viel: Die Inseln sind ein lebendes Museum der Naturgeschichte und Heimat für einige der weltweit seltensten Spezies aus Flora und Fauna. Nirgendwo sonst auf der Welt findet man soviele einzigartige Tiere und Pflanzen. Kein Wunder also, dass die Hälfte des Landes unter Naturschutz steht.

Schon im Anflug auf die Seychellen, wird uns klar: Wenn es das Paradies auf Erden gibt, dann muss es auf den Seychellen beheimatet sein. Inmitten eines üppigen Dschungels und von hunderten glitzernden Riffen umgeben, ragen die stolzen Berggipfel der weit verstreuten Inselgruppen auf. Die meisten der 115 Inseln sind unbewohnt, rund 90 Prozent aller Einwohner leben auf den vier größten Inseln: Mahé, Praslin, Silhouette und La Digue. Weil jede Insel ihren ganz eigenen Charakter hat, haben wir uns entschlossen, drei von ihnen für uns zu entdecken.

Endstation Traumstrand

02 / Praslin

Praslin – die zweitgrößte Insel der Seychellen – gilt mit seinen Bilderbuchstränden zurecht zu einer der schönsten Inseln der Welt. Zwar verfügt Praslin über einen kleinen Flughafen – doch eine schönere (und auch günstigere) Alternative ist der Katamaran "Cat Cocos", der regelmäßig zwischen Mahé und Praslin verkehrt. Dort angekommen, mieten wir uns am Hafen ein kleines Auto und begeben uns durch enge Straßen und dichte Wälder zu unserem Hotel, das – wie sollte es anders sein – an einem traumhaften Strand mit extrem flachen Wasser liegt. Das Auto interessiert uns in den nächsten Tagen weniger, viel spannender ist es, einen Teil der Insel mit dem Fahrrad zu entdecken.

Also satteln wir bei 30 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit unsere Drahtesel und erkunden die Gegend. Die Insel ist ziemlich bergig, was uns dazu zwingt, das Rad ganz schön oft zu schieben – um auf der anderen Seite wieder herunterzurollen. Eine willkommene Abkühlung in dieser tropischen Hitze! Und egal wo wir rauskommen und welchen Weg wir einschlagen – am Ende des Weges erwartet uns der nächste Traumstrand.

Mehr als die Strände zählen diese einzigartigen Momente, die wir unterwegs so gerne erleben. So rollen wir durch den dichten Dschungel, vorbei an kleinen Häusern, von irgendwoher trällern sanfte Reggae-Beats in unsere Ohren. Wir halten an, kommen ins Gespräch mit Einheimischen – und ehe wir uns versehen, drücken sie uns einen frisch gepressten Saft in die Hand aus Mangos, die sie aus ihrem eigenen Garten gepflückt haben. Wo gibt's sowas noch?

Maximale Entschleunigung –
von Hundert auf Null in nur einem Tag

03 / La Digue

Einmal runterfahren, bitte! Wenn es auf Praslin schon gemütlich zuging, werden wir jetzt vollkommen entschleunigt. Nach kurzer Fahrt mit dem Katamaran erreichen wir La Digue und werden am kleinen Hafen von Einheimischen empfangen. Autos? Fehlanzeige. Straßenschilder? Gibt es nicht. Kurzerhand satteln wir unsere Taschen und schlendern die einzige Straße entlang, bis wir unsere Unterkunft erreichen. Jetzt noch schnell ein Fahrrad organisieren, dann kann es losgehen!

Wir beschreiben La Digue mal so: Stell dir vor, du fährst mit dem Fahrrad 5 Kilometer in südwestliche Richtung, dann geht es nicht mehr weiter. Der Strand Anse de Source d’Argent mit den glattgeschliffenen Sandsteinfelsen ist das typische Sinnbild der Seychellen. Dann fährst du weiter Richtung Westen: Es folgt ein wilder Traumstrand mit tosender Brandung, mit etwas Glück sonnt sich eine der letzten Riesenschildkröten in der Sonne. Schließlich fährst du die Strecke wieder zurück in den Norden, bis die Straße endet. Und auch hier erwartet dich ein weiterer Traumstrand, an dem es meistens keine Besucher gibt. Du lebst also auf einer 10 km² großen Insel und rundherum gibt es nichts, außer weitere 114 Inseln und den gigantischen Ozean.

Die betriebsamste Insel der Seychellen

04 / Mahé

Mahé ist die größte Insel der Seychellen, deshalb tauschen wir unsere Drahtesel gegen ein Auto ein. Besonders die Fahrt durch die Berge im Nordwesten Mahés stellt ein wahres Abenteuer dar, da auf der steil verlaufenden Straße, die durch einen Dschungel führt, auch schonmal Fußgänger oder Tiere angetroffen werden können. An vielen Stellen tun sich atemberaubend schöne Ausblicke auf den Indischen Ozean sowie die benachbarten Inseln auf. Den allerbesten Blick auf die Umgebung haben wir jedoch vom Berg Morne Seychellois.

Der Hauptstadt Victoria wird nachgesagt, die kleinste Hauptstadt der Welt zu sein. Dementsprechend gibt es nicht allzu viel zu sehen – dennoch hat dieser Ort durchaus seinen Charme, was nicht zuletzt an den freundlichen Menschen liegt, die dort leben. Ein echtes Highlight in Victoria ist der "Sir Selwyn Selwyn Clarke Market", auf dem täglich frische Waren angeboten werden wie Obst und Gemüse, Fische sowie allerlei exotische Gewürze.

Im Vergleich zu den anderen Inseln, die wir besucht haben, geht es uns auf Mahé zu hektisch zu. Das liegt vor allem an der Größe der Insel und der Tatsache, dass man nur mit dem Auto ans Ziel kommt. Deshalb empfehlen wir jedem, der die Seychellen besuchen will: Entweder besucht ihr Mahé zuerst, um im Anschluss entschleunigt zu werden. Oder ihr verzichtet besser komplett auf Mahé und investiert die Zeit lieber auf andere Inseln wie Cerf, Silhouette oder Frégate Island, für die wir leider keine Zeit mehr im Gepäck hatten.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer