Kuba Rundreise

Kuba / 2014

Kuba – der Klassiker! Hier ist die Zeit seit der Revolution 1959 stehen geblieben! Kuba ist so voller Kontraste wie kein anderes Land auf dieser Welt: ökonomisch arm, aber kulturell reich; optisch heruntergekommen, aber architektonisch beeindruckend.

Ein Wunder namens Kuba

01 / Havanna

Kuba ist eines der Ziele, die schon seit langer Zeit auf unserer Wunschliste stehen. Wir kommen mit hohen Erwartungen – und werden, wie wir am Ende feststellen, ganz sicher nicht enttäuscht. Kuba ist ein großes Abenteuer und ein Land extrem großer Kontraste. Zumindest im Moment noch, bis die Grenzen fallen und die Amerikaner das Potienzial Kubas erkennen – und nutzen.

Kuba ist die größte Insel der Karibik und liegt nur 140 km südlich von Florida. Trotz der Nähe zur USA ist das Land in einer Zeitkapsel der Sozialistischen Revolution von 1959 gefangen – hier ist die Zeit stehen geblieben! Kuba ist so voller Kontraste wie kein anderes Land auf dieser Welt: ökonomisch arm, aber kulturell reich; optisch heruntergekommen, aber architektonisch sehr beeindruckend. Einfach ein Klassiker!

Es sind diese Gegensätze, die uns bei unserer Ankunft in Havanna zunächst etwas schocken. Doch schnell haben wir uns die kubanische Hauptstadt verliebt, wie du in unserem Reisebericht zu Havanna lesen kannst. Jetzt sind wir gespannt, was wir in dem Land alles entdecken können!

Auf dem Weg nach Viñales
 –
Kubansiche Autobahn

02 / San Cristóbal

Am Malecon in Havanna holen wir unseren kleinen Mietwagen ab. Es ist ein chinesisches Modell, dessen Namen wir noch nie gehört haben. Nur mit einer kleinen Straßenkarte und ohne Spanisch-Kenntnisse begeben wir uns auf das große Abenteuer namens Kuba.

Wir steuern etwas orientierungslos durch die Stadt und suchen die Autobahn nach Westen. Irgendwann finden wir sie, und wir lassen Havanna hinter uns und folgen der holperigen Straße Richtung Pinar Del Rio. An uns vorbei ziehen rostige Oldtimer, teilweise überfüllt mit sieben oder acht Passagieren. An den Autobahn-Ausfahrten stehen Menschen und hoffen darauf, dass wir sie mitnehmen. Um uns zu bremen, laufen sie einfach auf die Straße – und wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht umfahren. Wenn keine Menschen auf die Straße laufen, dann sind es Kühe, Pferdefuhrwerke oder Radfahrer, die die Autobahn ebenfalls für sich in Anspruch nehmen.

Der beste Tabak Kubas – und mehr

03 / Viñales-Tal

Karstberge im Nebel, bunte Häuschen mit Veranda und der beste Tabak Kubas: Das Viñales-Tal ist eines der schönsten Postkartenmotive des Landes. Der Weg hierher hat sich gelohnt! Von hier aus unternehmen wir in den nächsten Tage Ausflüge in die Region, besuchen eine Kaffee- und Bananenplantage, schauen den Tabak-Bauern bei der Ernte zu und lernen, wie Kubaner Zigarren rollen (die werden mit Honig geklebt, wie wir verwundert feststellen).

Kunterbuntes Trinidad

04 / Trinidad

Nach soviel Natur und (für kubanische Verhältnisse) gutem Essen machen wir uns auf den Weg nach Osten. Wir passieren die legendäre Schweinebucht, von der aus Fidel Castro und Che Guevara einst die kubanische Revolution starteten, statten Cienfuegos einen Besuch ab und landen später in Trinidad.

In einer wundervollen Landschaft zwischen den Bergen der Sierra del Escambray liegt Trinidad mit seinen 50.000 Einwohnern. Dass dieser Ort mal eine spanische Kolonialstadt war sieht man an jeder Ecke. Bunte Häuser und im Zentrum enge Gassen mit Kopfsteinpflaster. Hier ist die Zeit echt stehengeblieben. Wir wohnen bei Kubanern zuhause, in sogenannten "Casa Particulares“. Zu unserem großen Bedauern fällt es uns sehr schwer, hier mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen, denn wir sprechen kein Wort Spanisch, und die Kubaner kaum Englisch. Mit Händen und Füßen kommen wir dann doch ganz gut klar.

Wir schlendern gemütlich durch die Gassen mit Kopfsteinpflaster und saugen die Atmosphäre auf. Überall sitzen Menschen vor den Häusern, von überall her klingt kubanische Musik, während hier und dort eine Pferdekutsche oder ein Oldtimer an uns vorbeiziehen. Abends sitzen wir in einem der vielen Straßencafés oder Restaurants, gönnen uns eine kubanische Zigarre und einen Cuba Libre, und freuen uns über jeden kleinen frischen Windzug. Kuba hat uns mittlerweile vollends in seinen Bann gezogen.

Von Trinidad aus sind es nur wenige Kilometer zum feinen Sandstrand von Playa Ancon. Herrlich, hier abzuschalten und im Meer abzukühlen.

Lange Abkürzung durch die Berge

05 / Parque Natural Topes de Collantes

Nach ein paar Tagen müssen wir schweren Herzens Abschied nehmen von diesem wunderbaren Städtchen. Unser nächstes Ziel ist Santa Clara. Weil wir keine Lust auf viel Fahrerei haben, entscheiden wir uns kurzerhand, quer über die Berge zu fahren. Ohne zu wissen, was uns erwartet, nehmen wir die Route quer durch den Parque Natural Topes de Collantes.

Das kleine chinesische Auto mit seinen wenigen PS gibt alles, um sich die steilen Straßen hinauf zu kämpfen. Anfangs macht es noch Spaß, doch als irgendwann die geteerte Straße zu Ende ist und wir auf unbefestigtem Grund weiterfahren müssen, wird uns mulmig. Die Schlaglöcher sind riesig! Vorsichtig umzirkeln wir jedes größere Loch und die Piste schüttelt uns kräftig durch. Es kostet uns Stunden – genau das wollten wir eigentlich vermeiden. Und obwohl wir hier oben das „Ende der Welt“ erwarten, schaffen wir es irgendwann doch noch nach Santa Clara.

Heimatstadt von Che Guevara

06 / Santa Clara

Santa Clara, mitten im Herzen Kubas gelegen, und „Heimatstadt“ von Che Guevara. Hier gelang Che seine größte militärische Leistung, als er einen gepanzerten Waffentransport Batistas stoppte und erbeutete. Nach einem kurzen Besuch des Parque Leonicio Videl im Zentrum von Santa Clara besuchen wir das große Che Guevara Monument. Das Museo y Monumento Memorial Comandante Ernesto Che Guevara ist ein Denkmal, bestehend aus einem Museum, Monument und Mausoleum.

Im Museum finden wir viele persönlichen Gegenstände und Erinnerungsstücke aus seiner Kindheit, der Schulzeit, und der Revolution, bis zu seinem Tod in Bolivien. Von Tagebüchern, Briefen und Kleidungsstücken ist alles dabei. Im Mausoleum, welches sich auf der Rückseite des Monuments befindet, hängen Reliefs von Che und seinen Revolutionsgenossen.

Relaxen am Strand

07 / Cayo Santa Maria

Zum Abschluss unserer Reise haben wir uns ein paar Tage Strand gewünscht, um unseren Akku wieder aufzuladen. Weil wir Varadero lieber meiden wollen, hatten wir gehofft, auf Cayo Santa Maria etwas „kubanischer“ zur Ruhe zu kommen. Zu unserem Bedauern finden wir uns in einem All-Inclusive-Hotel direkt an einem wunderschönen Strand wieder. Es ist das erste Mal, dass wir All-Inclusive leben – und mit Sicherheit das letzte Mal. Die Massenabfertigung und die schlechte Qualität beim Essen, das üble Animationsprogramm und die betrunkenen Menschen am Pool erschrecken uns. Nach drei Tagen sind wir froh, als wir endlich die Heimreise antreten können. So hatten wir uns das Finale dieser sonst großartigen Reise nicht vorgestellt.

Am Ende dieser Reise haben wir das Gefühl, Kuba auf sehr authentische Weise kennengelernt zu haben. Trotz mangelnder Spanisch-Kenntnisse …

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer