Roadtrip durch New-England

Maine & Co., USA / 2103

Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont – alle zusammen bekannt als Neu-England – sind die Geburtsstätte Amerikas. Hier begegnet man auf Schritt und Tritt reicher Historie, kulturellen Ereignissen, faszinierenden Städten, malerischen Dörfern und Abenteuern in der freien Natur.

Zu Besuch in der Yale University


01 / New Haven

Von New York City aus starten wir unseren Roadtrip quer durch die New England Staaten: Connecticut, Maine, Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Vermont. Sie sind die Geburtsstätte Amerikas, überall begegnet man hier historisch wichtigen Orten, malerischen Dörfern und viel freier Natur.

Unser erster Halt ist New Haven, die historische Universitätsstadt. Wir besichtigen die altehrwürdige Yale University, die im Jahr 1701 gegründet wurde und einen ausgezeichneten Ruf nicht nur in Amerika genießt. Die stattlichen alten Backsteinfassaden sind sehr beeindruckend, und das Areal ist riesig: von der Bibliothek und der Art Gallery über das Theater samt Schauspielschule bis zum Harkness Tower und dem gesamten Campus gibt es viel zu sehen. Im Anschluss schlendern wir noch etwas durch den Chapel Historic District und nehmen dann unsere Route weiter auf.

Mystic, das historische Seemannsdorf


02 / Mystic

Ein Stück weiter den Block Island Sound entlang, kurz hinter New London, stoßen wir auf das kleine restaurierte Seemannsdorf Mystic – der erste Ort, der so typisch für Neu England ist. Mystic war einst ein Walfängerhafen und ein Schiffbauzentrum von Amerika. Mystic Seaport ist das größte der Seefahrt gewidmete Freilichtmuseum seiner Art. Völlig beeindruckt von den alten Schiffen, lernen wir bei unserem Rundgang eine Menge über den Schiffsbau und das Fischen. Wir genießen die historische Atmosphäre und stellen uns vor, wie das Leben vor mehr als 100 Jahren gewesen sein muss.

Urlaubsbesuch bei John F. Kennedy


03 / Hyannis Port

Die Landschaft und die Orte werden zunehmend schöner und niedlicher. Bevor wir nach Cape Cod weiterfahren, machen wir einen Abstecher nach Hyannis, einer der ersten Sommerferienorte auf dem Cape. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Urlauber und es entstanden herrschaftliche Ferienvillen. Vor allem der 35. Präsident der USA, John F. Kennedy, liebte diese Region und verbrachte hauptsächlich hier seine Urlaube – in seinem Ferienhaus. Dieses ist auch heute noch gut abgeschirmt vor der Öffentlichkeit, so bleibt unseren neugierigen Blicken lediglich eine bronzene Statue vor dem Kennedy-Museum.

Von Hyannis Port aus könnten wir mit dem Boot rüber nach Marta’s Vineyard, die kleine Insel am Südende von Cape Cod. Sie soll besonders schön sein, weil dort die Zeit irgendwie stehen geblieben ist – nicht umsonst lassen sich hier viele Prominente nieder. Doch der Aufwand wäre uns jetzt zu zeitintensiv.

Cape Cod


04 / Provincetown

Nach langer Fahrt erreichen wir das Nordende von Cape Cod, das bekannt ist für seine unberührten Strände und die typische Lebensart von New England. In dem Fischerdorf Provincetown mit seiner Künstlerkolonie mieten wir uns für die nächsten Tage in einem B&B ein, denn das maritime und romantische Flair von Provincetown gefällt uns auf Anhieb. Wir bummeln durch die engen Gassen, vorbei an kleinen Boutiquen und niedlichen Cafés, baden an dem sauberen Sandstrand in der Sonne oder gehen auf eine der vielen Walbeobachtungstouren, die im Hafen von Provincetown starten.

4 Kilometer geballte Geschichte:
Der Freedom Trail


05 / Boston

Der Weg zurück über Cape Cod und weiter nach Boston bedeutet viel Fahrerei. Doch es lohnt sich, wie wir schnell feststellen. Nach einer ersten Fahrt durch die Innenstadt von Boston können wir es kaum noch erwarten, die Stadt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Als allererstes laufen wir den 4 Kilometer langen Freedom Trail. Es ist die beste Möglichkeit, die 17 historisch wichtigsten und schönsten Ecken in Boston zu Fuß zu entdecken. Wir müssen quasi nur der roten Linie folgen, die uns vom Boston Common im Stadtzentrum (der älteste öffentliche Stadtpark der USA) durch die Innenstadt, über den Charles River im Norden nach Charlestown führt und am Bunker Hill Monument endet. Auf unserer Route bekommen wir auch verschiedene Kirchen, die erste öffentliche Schule Amerikas (Boston Latin School), den Old Corner Bookstore (älteste Gebäude Bostons), das alte Rathaus oder auch das älteste noch schwimmende Kriegsschiff (USS Constitution) zu sehen.

Nachdem wir die Yale University in New Haven besucht haben, nutzen wir die Gelegenheit und besuchen in Boston auch gleich die renommierte Harvard University.

Kleine Kapitänshäuser
und fangfrischer Lobster


06 / Rockport

Zwei Tage in der Großstadt reichen uns. Wir freuen uns schon wieder auf mehr Ruhe, Übersichtlichkeit und Gemütlichkeit. Genau das finden wir im nördlich von Boston gelegenen Rockport direkt an der Küste. Die kleinen Kapitänshäuser mit ihren Galerien auf dem Dach, die weißen Kirchturmspitzen und die niedlichen Wohnhäuser im Queen Anne Stil zeichnen Rockport aus. Am kleinen Hafen haben wir zum ersten Mal die Gelegenheit, einen fangfrischen Lobster zu genießen.

Von Craft Bieren und Leuchttürmen


07 / Portland

Wir folgen dem Küstenverlauf nach Norden, über Hampton, Portsmouth und Kennebunkport, bis wir schließlich Portland und damit den Bundesstaat Maine erreichen. Im lebendigen Old Port mit seinen Mikrobrauereien und Kunstgalerien könnten wir uns verlieren. Besonders die Craft Biere haben es uns angetan, doch da wir noch weiterfahren wollen, halten wir uns besser zurück. Wir bummeln über die kopfsteingepflasterten Straßen auf dem Portland Fish Market, und statten auch dem Downtown Arts District noch einen Besuch ab. Ein Stück weiter entlang der Küste stoßen wir dann auf das Portland Head Lighthouse, das 1787 als erster Leuchtturm der USA von Präsident George Washington in Auftrag gegeben wurde. Der weiße Leuchtturm und die felsige Küste geben ein tollen Motiv ab.

Acadia Nationalpark


08 / Bar Harbor

Wieder haben wir ein ordentlichen Stück Autofahrt vor uns, bis wir Bar Harbor erreichen. Der Ort auf Mount Desert Island ist ein beliebtes Urlaubsziel in perfekter Ausgangslage, um den Acadia Nationalpark zu besuchen. Bar Harbor ist nicht nur ein weiteres historisches Fischerdorf, sondern gefällt uns vor allem wegen seiner Kulisse vor den Bergen und Wäldern von Maine so gut. Mehr New-England-Charme geht kaum noch!

In der West Street (auch bekannt als „Millionaires Row“) reihen sich prächtige Villenanwesen aneinander. Im Bar Harbor Historical Society Museum informieren wir uns über die Geschichte der Region und das Volk der Wabanaki. Unter anderem erfahren wir auch etwas über den verheerenden Großbrand, durch den vor 70 Jahren ein Großteil des Orts zerstört wurde.

Am nächsten Tag geht es in den 19.000 ha großen Acadia Nationalpark. Mit dem Auto fahren wir die ausgeschilderte Route entlang, wandern ein paar kurze Trails und genießen immer wieder den überwältigenden Ausblick auf die Landschaft zu unseren Füßen. Der Indian Summer hat die Landschaft in ein kräftiges rot-gelb-orange getaucht, das einen tollen Kontrast zu dem tiefblauen Atlantik bietet. Hier draußen könnten wir gut und gerne zwei Wochen verbringen, doch die Zeit haben wir jetzt leider nicht.


Ben & Jerry’s Factory-Tour


09 / Waterbury

Vom Acadia Nationalpark in Maine aus fahren wir weiter nach Kanada, um uns die Städte Quebéc und Montreal näher anzusehen. Auf dem Rückweg aus Kanada liegt Waterbury auf unserem Weg, und nur rein zufällig entdecken wir, dass hier die Produktionsstätte unseres Lieblingseises ist: Ben & Jerry’s! Auf der Factory-Tour bekommen wir einen tiefen Einblick in die Produktion und dürfen sogar die neuesten Sorten probieren, obwohl sie noch gar nicht auf dem Markt sind. Die Sorten, die sich nicht durchgesetzt haben, liegen auf dem firmeneigenen Eiscreme-Friedhof begraben.

Die kleinste Bundesstaat-Hauptstadt der USA


10 / Montpelier

Im nahegelegenen Montpelier legen wir wieder eine längere Pause ein. Das kleine Ort im Herzen von Vermont ist die kleinste Bundesstaat-Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Montpelier mit dem Vermont State House, dem Fairbanks Museum und den Firestations gefällt uns richtig gut! In dem kleinen gemütlichen Kino fühlen wir uns gut aufgehoben, wir lieben die Atmosphäre, wie sie heute kaum noch in Kinos zu finden ist.

Unser Rückweg nach New York City führt uns durch den White Mountains National Forest, über Woodstock nach Brattleboro und vorbei an unzähligen, für New England so typischen, Covered Bridges – die hölzernen, überdachten Brücken. Wir sind schwer beeindruckt von New England und wollen eines Tages hierher zurückkommen. Schließlich hat diese Ecke der USA so viele Dinge zu bieten, dass wir sie mit nur einem Besuch nicht alle fassen können.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer