Roadtrip Costa Brava

Spanien / 2018

Costa Brava – die „wilde Küste“. Verschrien als Hochburg des Massentourismus, hat der Küstenabschnitt nördlich von Lloret de Mar doch einiges Ursprüngliches zu bieten: rauhe Felsen, malerische Buchten, und historische Bergdörfer. Ein Kurztrip.

Historische Altstadt mit Burg

01 / Tossa de Mar

Nur eine Autostunde von Barcelona entfernt tauschen wir den Trubel der Großstadt gegen Natur, Übersichtlichkeit und Gemütlichkeit – so wie wir es am meisten lieben. Das „Party-berühmte“ Lloret de Mar lassen wir besser hinter uns, und steuern stattdessen Tossa de Mar an. Das kleine Seebad liegt in einer schönen Bucht. Unser Blick fällt zuerst auf die kleine Burg auf dem Hügel, die in Wirklichkeit die Stadtmauer der historischen Altstadt von Tossa de Mar ist. Sieben der acht Wehrtürme wurden im Laufe der Jahre restauriert. Der achte Turm allerdings musste dem neuen Leuchtturm weichen – vor dem man übrigens noch die Ruinen der alten Kirche sehen kann. Die Altstadt mit ihren sehr gut erhaltenen kleinen engen Gassen ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Panorama-Route entlang der Steilküste

02 / Sant Feliu de Guíxols

Von Tossa de Mar starten wir die etwa 22 Kilometer lange Küstenstraße nach Sant Feliu de Guíxols. Es ist die reinste Panorama-Straße, denn von den mindestens zehn Aussichtspunkten haben wir immer wieder den Blick frei auf malerische, verträumte Buchten mit Sandstränden und glasklarem blauem Wasser oder auf die Steilküste mit ihren Pinienwäldern. Die Landschaft erinnert uns stark an die schönsten Flecken Mallorcas – jetzt im Frühjahr ist es noch schön ruhig hier, auch wenn es zum Baden noch zu frisch ist. Wie gerne würden wir nämlich am Cala Futadera in das verlockende Meer springen!

Von gemütlichen Fischerdörfer
und niedlichen Buchten

03 / Llafranc

Von Sant Feliu de Guíxols geht es weiter über Palamos nach Llafranc. In diesem kleinen Fischerdorf, schön geschützt in einer Bucht liegend, ist die Welt noch in Ordnung und die Zahl der Touristen nicht ganz so hoch. Villen, Häuser und Apartmentanlagen wohlhabender Barceloner liegen in den Hügeln verstreut, während ein paar nette Restaurants direkt an der Uferpromenade auf Besucher warten. Hier machen wir eine gemütliche Tapas-Pause im „Marmara“, einem Restaurant, was leicht abseits von der Uferpromende liegt. Von hier aus beobachten wir das ruhige Meer und die Menschen, die am Strand spazieren gehen. Maximaler Glücksmoment!

Das benachbarte Tamariu ist ebenso wie Llafranc ein gemütliches Fischerdorf in einer Bucht. Hinter der kleinen Strandpromenade reihen sich die alten Fischerhäuser, einige davon bieten Ferienwohnungen in der ersten Reihe. Auf der Promenade stehen die Tische der Restaurants, deren Spezialität natürlich Fischgerichte sind.

Eine Perle an der Costa Brava:
das Bergdorf Begur

04 / Begur

In Barcelona haben wir den Tipp von einem Einheimischen bekommen, unbedingt nach Begur zu fahren. Gespannt wie wir sind, lassen wir Tamariu hinter uns und erreichen keine 15 Minuten später das Bergdorf Begur. Das Städtchen liegt etwas abseits der Küste auf einem Hügel, überragt von einer alten Burg. Überall im Dorf verstreut stehen ein paar alte Wehrtürme, die im späten Mittelalter als Aussichtspunkten und Rückzugsort gegen die ständigen Piratenangriffe errichtet wurden.

Begur zählt mit Sicherheit zu den schönsten kleinen Städten im Hinterland der Costa Brava. Die Plaça de la Vila bildet das historische Zentrum, in dem wir durch enge Gassen vorbei an Häusern im karibischen Kolonialstil schlendern. Diese „Casas Indianos“ sind ein Relikt aus der Zeit der Auswanderer und Rückkehrer: Die Männer, die im 19. Jahrhundert auf Kuba ihr Glück gemacht hatten, wollten nach der Rückkehr ihren Reichtum zur Schau stellen und bauten herrschaftliche Villen im kubanischen Stil. Überall sind gemütliche kleine Restaurants zu finden, und in den engen Gassen duftet es nach leckeren Gerichten und alten Weinfässern.

Einen guten Überblick über das kleine Dorf erhalten wir vom Burgberg. Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt, vorbei an der Kapelle San Ramon, erreichen wir nach einem kurzen Marsch die alten Burgreste. Die Mühe hat sich gelohnt, denn wir werden mit einer wunderschönen Aussicht auf die Küste belohnt. Bei sonnigem Wetter können wir bis weit hin zur Illes Medes vor dem Badeort L’Estartit schauen. Genauso reizvoll ist auch der Blick auf die Dächer und Türme des Ortes zu unseren Füßen.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer