Roadtrip durch Colorado

Colorado, USA / 2012

Vom tiefen Black Canyon of the Gunnison über die majestätischen Berge der Rocky Montains und hohen Gipfel des Pikes Peak, bis zu den Wüstenlandschaften des Great Sand Dunes Nationalparks - auf unserem Roadtrip erleben wir ein Colorado, das anders ist als alle andere Staaten der USA.

500 Meter abwärts


01 / Black Canyon of the Gunnison

Wir lassen die Wüsten und roten Canyons Utahs hinter uns und steuern Colorado an. Da wir von Canyons die Nase noch nicht voll haben, ist unser erstes Ziel in Colorado der »Black Canyon of the Gunnison National Park«. In den extrem steilen Schlucht verläuft der Gunnison River, ein Zufluss des Colorado River.

Nach einer Übernachtung in Montrose, dem Gateway zum Black Canyon, starten wir kurz vor Sonnenaufgang in den Park. Direkt am Visitor Center bekommen wir am Gunnison Point einen ersten Eindruck von der Schlucht … da geht’s etwa 500 Meter steil nach unten! Während die Sonne am Horizont erscheint und langsam durch die Wolken bricht, folgen wir der South Rim Road entlang den Klippen des Canyon. Durch das Licht nimmt dem schwarzen Gestein etwas an Bedrohlichkeit. Immer wieder können wir atemberaubende Blicke in die steilen Schluchten werfen, und die absolute Ruhe hier oben genießen. Wir sind völlig allein!

Promi-Hotspot im Schnee


02 / Aspen

Auf dem Weg zum Rocky Mountain Nationalpark machen wir einen Abstecher nach Aspen. Was St. Moritz oder Kitzbühel für die Europäer ist, ist Aspen für die Amerikaner: Promi-Hotspot im Schnee. Mit gerade einmal 7.000 Einwohnern ist der Ort an der Ostflanke der Rockies sehr gemütlich – allerdings liegt jetzt noch kein Schnee. Was hier im Winter los ist, möchten wir uns kaum vorstellen. Nach einem ausgedehnten Bummel durch die kleine Innenstadt setzen wir unsere Reise fort.

Rocky Mountains National Park


03 / Estes Park

Als wir kurz hinter Granby das Tor des Rocky Mountains National Park passieren, blockiert eine Gruppe aus knapp zehn Hirschen und Hirschkühen die Straße. Für uns ein etwas mulmiges Gefühl, denn die Tiere sind ganz schön groß! Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, sodass unsere Fahrt nach Estes Park zu einem kleinen Abenteuer mutiert. In engen Serpentinen führt uns der Weg in die Berge hinauf, teilweise gibt es keine Streckenbegrenzung. Unser Scheinwerferlicht verrät uns, dass es an der Kante steil bergab geht, also ist höchste Konzentration geboten. Als dann plötzlich heftiger Schnellfall einsetzt, wird es richtig brenzlig – die Sicht ist gleich Null. Ganze zwei Stunden brauchen wir, um unseren Weg über die Rockies nach Estes Park zu finden. Dort angekommen, machen wir es uns in einer Cabin gemütlich.

Um den Rocky Mountain National Park zu erkunden, bietet sich das gemütliche Estes Park als optimaler Ausgangspunkt an. Hier in Estes Park tickt die Uhr langsamer, und wir können uns in den vielen kleinen Shops und Cafés fast verlieren.

Nachdem wir uns daran gewöhnt haben, dass vor unserem Cabin-Fenster immer mal wieder ein Hirsch oder Elch auftaucht, starten wir von hier aus verschiedene Ausflüge, um die Wildnis und Natur hautnah zu erleben. Auf einem Ausritt kommen wir am schnellsten voran, wobei wir beide riesigen Respekt vor den großen Pferden haben. Am Ende ist alles gut gegangen. Die Natur in den Rockies ist wirklich atemberaubend, vor allem jetzt zum Indian Summer, wenn die gelben und orangen Blätter die Natur zum leuchten bringen.

Die »Mile High City«


04 / Denver

Im starken Kontrast zur Natur der Rocky Mountains steht Colorados Hauptstadt Denver. Aufgrund der Höhenlage wird Denver gerne als »Mile High City« bezeichnet. Sofort haben wir uns in die wunderschöne Innenstadt mit ihren tollen Restaurants, dem Panoramablick vom Kapitol und dem Botanischen Garten verliebt. Doch leider bleibt uns nicht mehr viel Zeit in Denver, zu lange haben wir in Estes Park herumgetrieben.

Rauf auf den Pikes Peak

05 / Colorado Springs

Über die zweitgrößte Stadt von Colorado, Colorado Springs, fahren wir durch eine wunderschöne Natur hinauf zum Pikes Peak. Es ist der meistbesuchteste Berg in Nordamerika und nach dem Fuji in Japan der meistbesuchteste Berg der Welt. Mit einer Höhe von 4.300 Metern ist Pikes Peak einer der höchsten Berge der Rocky Mountains. Berühmt ist der Riese unter anderem dank des Motorsports: Hier finden alljährlich die »Pikes Peak International Hill Climb Rennen« statt – auch »Race To The Clouds« genannt. Der Rekord auf der 20 km langen und streckenweise sehr engen und hügeligen Piste liegt bei nur 9:51 Minuten. Wir haben im Vergleich dazu gut 45 Minuten gebraucht, die Strecke ist ziemlich nervenaufreibend und Hendrik hat bekanntlich mächtig Höhenangst!). Oben angekommen, ist der Blick über Colorado wirklich atemberaubend.

Wüste am Fusse der Rockies


06 / Great Sand Dunes Nationalpark

Auf unserer Weiterfahrt in den Süden Colorados trauen wir unseren Augen nicht, denn wir fahren direkt in die Sahara! So sieht es zumindest aus, als wir die bis zu 250 Meter hohen Sanddünen des Great Sand Dunes Nationalpark vor uns sehen – die übrigens einen krassen Kontrast zu den schneebedeckten Gipfeln der Rocky Mountains im Hintergrund bilden.
Wir kommen auf den dummen Gedanken, einen der großen Sandberge hinaufzusteigen, was sich als sehr schweißtreibende Angelegenheit herausstellt. Das haben wir deutlich überschätzt! Auch hier ist der Ausblick auf das große Sandbecken atemberaubend. So wie die gesamte Natur der USA.

Und so geht's weiter:

Vom Great Sand Dunes Nationalpark aus führen Routen entweder Richtung Albuquerque in New Mexico, oder nach Amarillo in Texas – wo übrigens die berühmte »Cadillac Ranch« zu finden ist.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer