Barcelona

Spanien / 2018

Barcelona – eine Metropole mit Strand. Dazu mittelalterliche Gassen, bedeutende Museen, Tapas-Bars, und die fantasievollen Modernisme-Bauten eines Antoni Gaudi.

Unterwegs im Altstadtvietel

01 / Barri Gòtic

Los geht unsere Tour am Arc del Triomf, der kleinen Ausgabe des Pariser Vorbilds. Über den Lluis Companys schlendern wir zum Barri Gòtic, dem gotischen Viertel und zugleich der älteste Stadtteil Barcelonas. In den idyllischen Gassen bewundern wir die wunderschönen Fassaden mit schmiedeeisernen Balkonen, auf denen oftmals mediterrane Pflanzen wachsen. Vorbei am Placa de Catalunya, stehen wir schließlich vor der gotischen Kathedrale Santa Maria del Mar. Die Schlange an Besuchern ist schier unendlich, deshalb nehmen wir den Weg rechts vorbei in die noch ältere Gasse. Von hier kommen wir seitlich zu den Kreuzgängen, ein von Nischen mit Altaren umgebener Innenhof, in dem auch viele Gänse leben.

Toller Ausblick vom Nationalen Kunstmuseum

02 / Plaça de les Cascades

Unter der neogotischen „Seufzerbrücke“ hindurch, laufen wir im Zick-Zack-Kurs durch die Straßen, bewundern den Placa Reial, und machen uns dann den langen und recht steilen Weg hinauf zum Museu Nacional d’Art de Catalunya, dem Nationalen Kunstmuseum – auch als MNAC bekannt. Uns interessiert weniger (eigentlich gar nicht) das Innere des Museums, sondern vielmehr der schöne Blick auf die Stadt. Und das Äußere des Museums, denn besonders vom Font Magica aus und dem über mehrere Treppen verteilten Brunnen (Plaça de les Cascades), sieht der Gebäudekomplex beeindruckend aus.

Vom Font Magica aus entdecken wir die alte Stierkampfarena. Trotz der großen Tradition hat Barcelona schon vor vielen Jahren dem Stierkampf ein Ende gesetzt. Nachdem „Las Arenas“ lange ungenutzt blieb, ist sie heute ein Einkaufszentrum: Auf sechs Etagen verteilen sich 115 Geschäfte, ein Fitnesscenter, ein Kino mit 12 Sälen, eine Veranstaltungshalle und mehrere Bars und Restaurants.

Betriebsamer Hafen mit Luxus-Yachten

03 / Port Vell

Von der Arena aus laufen wir die ganze Av. del Parallel hinunter bis zur Rambla del Mar. Am südlichen Ende des Port Vell lassen wir das Monument a Colom (Kolumbusstatue) links liegen und werfen lieber einen Blick auf den Hafen. Hier liegen nicht nur einfach ein paar Segelyachten, sondern dreigeschossige Megayachten vom Allerfeinsten. Ganz offensichtlich tut man sich mit Mittelmäßigkeiten im Port Vell schwer. Nach dem Trubel im Hafen finden wir im nahegelegenen Parc de la Ciutadella wieder mehr Ruhe. In guter alter Central-Park-Manier rudern hier Pärchen auf den See hinaus, während andere auf dem Rasen in der Sonne faulenzen.

Relaxen am Strand

04 / Platja de la Barceloneta

Wir haben für heute noch nicht genug und wollen noch an den Strand. Wie cool ist es, dass eine Großstadt auch noch so einen schönen Strand hat? Hier am Platja de la Barceloneta kommen an diesem Sonntag die Menschen zusammen, um das mittlerweile schöne Wetter zu genießen. Für einen Sprung ins Wasser ist es zwar noch zu kalt, doch einige Surfer schreckt das kalte Wasser bei ihrem Wellenritt nicht ab.

Fast noch ein Geheimtipp: Aussichtspunkt Bunkers del Carmel

05 / Bunkers del Carmel

Den besten Blick auf Barcelona hat man wohl vom Hausberg Tibidabo – der allerdings ist ziemlich außerhalb der Stadt und noch aufwändiger zu erreichen. Nach wie vor gelten daher die Bunkers del Carmel als kleiner Geheimtipp. Die in den 1930er Jahren während des Spanischen Bürgerkrieges gebauten Luftschutzbunker und Luftabwehranlagen, bieten heute einen unverdauten 360° Grad Blick auf Barcelona – ohne störende Bäume oder Gebäude im Blick.

Der Weg hierher ist extrem steil und anstrengend, daher lassen wir uns mit Uber einfach direkt am Ende der Straße absetzen und steigen die restlichen Stufen hinauf. Wir klettern ein wenig auf den alten Mauern herum und laufen über die Reste der gekachelten Fußböden, und genießen schließlich von der Plattform den Blick auf das doch eher übersichtliche Barcelona.

Dadurch, dass der Bunker sehr dicht und mitten im Wohngebiet liegt, haben wir hier oben das Gefühl, Barcelona ganz nah zu sein. Erstaunlich, dass für diese tolle Location noch kein Eintritt verlangt wird.

Irgendwie überbewertet – und viel zu voll

06 / Park Güell

Von hier aus sind es nur etwa 1,5 Kilometer zu Fuß zum Park Güell, dem wohl bekanntesten Park Barcelonas. Erschaffen wurde der Park von dem weltbekannten Künstler Antoni Gaudí im typischen Gaudí-Stil des katalanischen Modernisme. Ursprünglich als kleine Stadt geplant, blieb auch dieses Projekt unvollendet und der bereits fertiggestellte Teil wurde zum Park umfunktioniert.

Wir müssen leider zugeben, dass wir uns mit dieser Art Kunst nicht anfreunden können, und so sind wir nicht traurig, dass der Zugang zum Park Güell für die nächsten zwei Tage ausverkauft ist. Hier sind so viele Besucher, dass eine Besichtigung vermutlich keinen großen Spaß bereitet hätte. Zumindest können wir außen am Park entlang laufen und immer wieder einen Blick von oben oder der Seite hineinwerfen. Das reicht uns!

Die Kirche aller Kirchen: Sagrada Familia

07 / Sagrada Familia

Wofür wir uns dann wirklich begeistern können, ohne Kunstfans zu sein, ist die berühmte Basilika Sagrada Familia von 1882. Auch diese Kirche ist im Auftrag von Antoni Gaudi errichtet worden, und auch diese Kirche ist nicht von ihm fertiggestellt worden. Seit seinem Tod haben verschiedene Architekten an der Weiterentwicklung gearbeitet, die bis heute nicht abgeschlossen sind. Deshalb verbauen riesige gelbe Baukräne die schöne Sicht auf die Türme.

Wir haben jede Warnung Ernst genommen und uns bereits im Vorfeld Tickets online gekauft. So können wir die elendig langen Schlangen überspringen und sofort zum fest vereinbarten Termin durch die Kontrollen hineinspazieren. Was von außen schon beeindruckend aussieht, verschlägt uns von innen erst Recht die Sprache! Das Sonnenlicht, das durch die bunten Mosaikfenster fällt, taucht den gesamten Innenraum mal in ein saftig-grünes, mal in ein feuerrotes Licht. Dazu die unfassbar schöne Architektur der riesigen geschwungenen 52 Säulen, von denen keine der anderen gleicht. Wir nehmen auf einer Bank Platz und versuchen, dieses pompöse wunderschöne Bauwerk auf uns wirken zu lassen – was nicht leicht ist, denn um die Details zu begreifen, bräuchten wir ewig.

Bunter Markt voller Leckereien

08 / Mercat de la Boqueria

Weiter geht es in Richtung Placa de Catalunya (Rebecca muss noch schnell bei Urban Outfitters reinschnuppern und schafft es, nichts zu kaufen!), weiter zum Mercat de la Boqueria. Es ist eine riesige Markthalle voll mit frischem Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch sowie jeder Menge anderer Spezialitäten.

Unsere Route

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© 2018 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer