Einreise & Allgemeines

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Viele buchen ihre USA-Reise minutiös vor und engen sich damit bei ihrer Rundreise ziemlich stark ein. Ist das wirklich notwendig, oder sollte man nicht einfach mal drauflos fahren? Was ist bei der Einreise in die USA zu beachten? Wann ist die beste Reisezeit in die USA? Und wie ist das mit Geld, Sicherheit, Gesundheit, oder Internet? Wir haben einige Antworten für dich …

Vorbuchen: ja oder nein?

01 / Planung

Die Einreisebestimmungen der USA setzen voraus, dass du bei der Einreise eine Adresse für die erste Nacht angeben musst. Insofern ist klar: Die erste Übernachtung musst du ohnehin im Voraus buchen. Auch den Mietwagen vorzubuchen, ist empfehlenswert. Und was machst du mit allen anderen Unterkünften?

Vorteil: Vorbuchen

Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, buche vor. Sei dir bewusst, dass bei der Vorausbuchung ein konkreter Plan deinen Tages- und Reiseablauf bestimmt. Es bleibt kaum Spielraum für Flexibilität. Dafür musst du dich um nichts kümmern. Das gibt dir die Sicherheit und schützt dich vor Überraschungen. Billiger wird die Reise deshalb aber nicht zwangsläufig.

Vorteil: Nicht vorbuchen

Wenn du maximal flexibel sein willst, lasse die Dinge einfach auf dich zukommen. Du willst lieber selbst entscheiden, wie lange du dich an einem Ort aufhälst und wohin du als nächstes fährst? Dann solltest du individuell reisen und spontan vor Ort buchen. Keine Sorge, das geht in den USA völlig problemlos! Das Straßennetz in den USA ist perfekt ausgebaut, und das Netz an Unterkünften ist unglaublich dicht (überhaupt nicht zu vergleichen mit Europa). Motels gibt es wortwörtlich an jeder Ecke. Deshalb sind gerade die USA so perfekt geeignet für eine Mietwagen-Rundreise.

Unsere Meinung:

Auf keinen Fall vorbuchen! Wie gesagt, die USA sind super leicht zu bereisen. Wir haben es so oft schon erlebt, dass es uns an einem Ort total gut gefallen hat und wir ganz spontan länger als geplant geblieben sind. Das wäre nicht möglich, wenn wir alles vorgebucht hätten!

Deshalb unser Tipp: Überlege dir lediglich eine grobe Route, und der Rest ergibt sich spontan. Eine Vorbuchung von Unterkünften ist nur dann sinnvoll, wenn du in entlegene und/oder stark frequentierte Gebiete kommst, zum Beispiel in Nationalparks.

Beste Reisezeit

02 / Sonne & Co.

Je nachdem, in welche Region der USA du reisen möchtest, können unterschiedliche Jahreszeiten besser für deine Reise geeignet sein. Generell sind die warmen Monate des Jahres sicherlich die ideale Reisezeit. Allerdings ist zu beachten, dass im Sommer die Nationalparks stark besucht sind und die Unterkünfte im Sommer teurer sind.

REGION OPTIMALE REISEZEIT ANMERKUNG
Westküste (Kalifornien) ganzjährig in hohen Lagen Schnee
Südwesten (Arizona & Utah) ganzjährig in manchen Regionen Schnee
Ostküste April - Oktober im Winter sehr kalt
Nordostküste (Neu-England) April - Oktober im Herbst "Indian Summer"; im Winter sehr kalt
Süden (Florida) November - Mai im Sommer Hurrican-Saison
Great Lakes April - Oktober im Winter sehr kalt

Einreisebestimmungen

03 / ESTA & Co.
01 / Visum oder Reisepass?

Um als deutscher Staatsbürger in die Vereinigten Staaten einzureisen, wird ein maschinenlesbarer Reisepass, der mindestens für die Dauer der Rundreise gültig ist, benötigt. Dies gilt für alle Reisenden, auch für Kinder und Babies. Pässe, die ab dem 26.10.2006 ausgestellt wurden, müssen biometrische Daten enthalten – ältere maschinenlesbare Pässe sind bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit zur Einreise in die USA verwendbar.

02 / Visum Ja oder Nein?

Ein Visum ist nur notwendig, wenn
• du länger als 90 Tage in den USA bleiben möchtest,
• du in den USA studieren bzw. arbeiten willst oder
• wenn dir in der Vergangenheit schon einmal die Einreise verweigert wurde

03 / Jeder muss sich registrieren!

Vor der Abreise aus Deutschland musst du allerdings das sog. Visa Waiver (elektronische Einreiseerlaubnis) ausfüllen. Dazu musst du dich auf einer Internetseite der US-Regierung registrieren, um dort eine elektronische Genehmigung für die Reise zu erhalten: ESTA – Electronic System for Travel Authorization. Dieser Eintrag muss bis spätestens 72 Stunden vor Abflug vorgenommen werden.

Für die Bearbeitung und Genehmigung des ESTA-Antrages fallen pro Person 14 USD an. Diese sind ausschließlich per Kreditkarte zahlbar. Die erteilte ESTA-Genehmigung gilt für beliebig viele Einreisen in die USA mit demselben Reisepass für eine Dauer von zwei Jahren.

Wichtig zu wissen: Die ESTA-Genehmigung begründet noch keinen Anspruch auf die Einreise, die Genehmigung wird erst vom Grenzschutz bei Einreise erteilt.

04 / Einreisebestimmungen Kanada

Was ESTA für die USA ist, ist seit 2016 eTA für Kanada.Die elektronische Einreisegenehmigung – „Electronic Travel Authorisation“ (eTA) ist für deutsche Staatsbürger für touristische Aufenthalte bis zu sechs Monaten ausnahmslos und zwingend erforderlich. Auch bei eTA musst du dich über die Internetseite vorab registrieren.

Für die Bearbeitung und Genehmigung des ESTA-Antrages fallen pro Person 7 CAD an. Diese sind ausschließlich per Kreditkarte zahlbar.

Wichtig zu wissen: Solltest du mit einem Stoppover in Kanada in die USA weiterreisen, musst du dich auch bei eTA registrieren. Das gilt auch, wenn du den Flughafen gar nicht verlässt.

05 / Weitere Formulare im Flugzeug

Im Flugzeug erhält man ein weiteres Einreiseformular. Dieses Mal geht es um etwaiger zu verzollender Waren und weitere Informationen über die eigene Person, darunter auch die Zieladresse in den USA (zum Beispiel Adresse des Hotels in der ersten Nacht). Alle Reisende müssen diese ausfüllen und bei der Einreise in die USA dem Grenzschutzbeamten vorlegen.

06 / Immigration: Point of Entry

In den USA angekommen, muss man sich in der Immigration-Schlange anstellen. Neuerdings kann man an Automaten die letzten Einreiseformalitäten erledigen: Scannes des Reisepasses, Scannen der Fingerabdrücke, Anfertigen eines digitalen Fotos. Dieser Vorgang dauert nur einige Sekunden und dient der allgemeinen Sicherheit. Schließlich beantwortet man einem Immigration Officer ein paar letzte Fragen – und dann heißt es: Willkommen in den USA!

Rund ums Geld

04 / Kreditkarten & Co.
01 / Wie bezahle ich in den USA?

Auf deiner Reise in den USA brauchst du auf jeden Fall eine Kreditkarte – vor allem bei Reservierungen von Hotelzimmern und Mietwagen, sowie der Zahlung von größeren Beträgen kommst du um die Kreditkarte nicht herum! Der bargeldlose Zahlungsverkehr ist in den USA üblicher als in Deutschland, selbst Kleinbeträge zahlen Amerikaner eher mit der Karte als in bar. Teilweise wird man skeptisch beäugt, wenn man mit einer 50 Dollar-Note bezahlt.

02 / Kreditkarten

Vor allem bei Reservierungen und Zahlung von größeren Beträgen kommt die Kreditkarte zum Einsatz: Ohne sie kannst du online nur selten ein Motel oder Hotel vorbuchen. Zudem ist sie als Kaution für Mietwagen und Wohnmobil zwingend erforderlich. Die gängigsten und besten Karten sind Visa und MasterCard. American Express und Diners Club werden ebenfalls akzeptiert.

Kennst du das finanzielle Limit deiner Kreditkarte, mit dem die Karte pro Monat belastet werden darf? Achte darauf, dass das Limit ausreicht und dein Budget decken kann.

03 / Bargeld

Bargeld benötigst du in Amerika vor allem für dienstbare Helfer wie Taxifahrer, Bedienungen oder den Concierge im Hotel. Jeder von ihnen erwartet ein kleines Dankeschön in Form eines Trinkgeldes. Es empfiehlt sich also, immer ein paar Ein-Dollar-Noten bei sich zu tragen, die für diesen Zweck reserviert sind. Zu vermeiden sind jedoch Scheine, die größer als 20$ oder maximal 50$ sind, da diese ungern angenommen werden.

Es ist nicht nötig, Dollar schon aus Deutschland mitzunehmen – viel praktischer ist es, Bargeld direkt am Automaten (sog. ATM) nach Ankunft am Flughafen in den USA zu ziehen. Achtung: Die Geldinstitute berechnen eine Gebühr für das Geldabheben (durchschnittlich ca. 5 Euro pro Auszahlungsvorgang).

04 / Traveller Schecks

Traveller Schecks werden kaum noch akzeptiert. Mit Kreditkarte und etwas Bargeld kommst du immer und überall zurecht.

05 / Budget für deine Reise

Eine grobe Übersicht über alle zu erwartenden Kosten geben wir dir in unserer ausführlichen Budget-Übersicht.

06 / Achtung "Kostenfalle": Trinkgelder & Steuern

Der Service in Restaurants und Bars ist nicht im Preis inbegriffen. Lediglich in Gegenden mit viel Tourismus (z.B. Florida) ist das Trinkgeld bereits auf der Rechnung aufgeführt. Bei einem guten Service ist ein Trinkgeld in Höhe von 15-20% üblich. Warum ist das so? Die Servicekräfte in den USA erhalten einen niedrigen Stundenlohn, daher wird der andere Teil ihres Lohns durch Trinkgelder erwirtschaftet. Damit eine Servicekraft nicht benachteiligt wird, werden beim Restaurantbesuch Tische am Eingang zugewiesen – also bitte nicht einfach draufloslaufen und einfach hinsetzen.

Beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Shoppen sei dir bewusst, dass alle ausgezeichneten Preise Netto-Preise sind. Das bedeutet, die Mehrwertsteuer (Sales Tax) wird beim Bezahlen noch addiert. Die Höhe der jeweiligen Tax ist von Bundesstaat zu Bundesstaat und von Ware zu Ware unterschiedlich – im Schnitt kannst du mit 10 Prozent rechnen.

Sicherheit

05 / Aufmerksamkeit & Co.

Seit den Anschlägen auf die USA vom 11. September sind die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen spürbar verschärft worden. Diese Vorkehrungen spürst du bereits bei der Einreise, wenn mit modernsten Mitteln wie einem Iris- und Fingerabdruck-Scanner deine Daten aufgenommen werden. Das fühlt sich im ersten Moment etwas unwillkommen an, steigert am Ende jedoch das allgemeine Sicherheitsgefühl.

An vielen öffentlichen Plätzen, an denen mit großen Menschenmengen zu rechnen ist, ist die Präsenz der Polizei hoch. Auch an anderen Stellen in den Großstädten ist Polizei allgegenwärtig. Damit ist die Sicherheit in den Städten gewährleistet, das Risiko durch Überfälle u.ä. nicht höher als beispielsweise in Berlin oder München. Allerdings gibt es Gegenden, die du besser meiden solltest – doch keine Sorge, in der Regel gibt es keinen Anlass, sich z.B. nach South Central L.A. zu verirren (es sei denn, du biegst mal falsch ab … was uns schon passiert ist). Je heruntergekommener die Gegend ist, umso vorsichtiger solltest du sein.

Es gelten die "Regeln" wie überall in der Welt: keinen großen Reichtum zeigen, stets wachsam sein (aber bitte nicht übervorsichtig, denn das ist nicht nötig), und nach Einbruch der Dunkelheit möglichst belebte und beleuchtete Straßen wählen. Wertgegenstände lieber im Safe lassen, und Kopien der wichtigen Reisedokumente anfertigen (ebenfalls in den Safe legen, oder in der Cloud bzw. einem E-Mail-Postfach speichern). Diebe handeln oft aus Gelegenheit. Daher solltest du ihnen diese nicht bieten und dementsprechend mit deinen Wertgegenständen umgehen.

Gesundheit

06 / Impfung & Co.

Um gesundheitliche Aspekte musst du dir keine großen Sorgen machen. Das Risiko zu erkranken, ist mit dem europäischen Risiko zu vergleichen. Lediglich in einigen Teilen der USA besteht die Gefahr von durch Mücken übertragenem Zyka-Virus. Für die USA sind keine besonderen Impfungen nötigt. Die auch in Deutschland üblichen Impfungen wie z.B. Tetanus reichen aus.

Die medizinische Versorgung und Infrastruktur in den USA ist sehr gut. Apotheken wie in Deutschland gibt es so nicht, stattdessen sind sog. "Pharmacies" in nahezu jedem Supermarkt eingegliedert.

 

JETLAG

Durch die Zeitverschiebung von 6 Stunden (Ostküste) bis zu 9 Stunden (Westküste) oder 12 Stunden (Hawaii) kommt dein Tag-Nacht-Rhytmus ordentlich durcheinander.

Auf dem Hinflug in die USA gewinnst du Zeit. Wenn du also um 18 Uhr in New York landest, ist es für deinen Körper schon Mitternacht, und die Fliegerei ist für den Körper anstrengend. Jetzt solltest du noch etwas durchhalten und nicht sofort schlafen gehen, sondern versuchen, deinen Körper an den neuen Rhytmus zu gewöhnen. In der Regel ist der Zeitgewinn deutlich besser zu verkraften als der Zeitverlust auf dem Rückflug.

Auf dem Rückflug nach Europa verlierst du also Zeit, die Nacht ist extrem kurz. Dementsprechend wenig Schlaf wirst du bekommen (es sei denn du gehörst zu Denjenigen, die immer und überall schlafen können). Es ist besser, am Abend vor dem Abflug zeitig ins Bett zu gehen und am Morgen des Rückfluges nicht zu lang zu schlafen – gewöhne dich langsam wieder an den Rhytmus von Zuhause. Hast du wieder europäischen Boden unter den Füßen, versuche, den Tag über wach zu bleiben. Frische Luft und Bewegung hilft dem Körper meistens, sich wieder schnell einzugewöhnen.

Mobiles Internet & Telefonie

07 / Handy & Co.

Das Mobilfunk- und Datennetz in den USA ist hervorragend ausgebaut, auch wenn es im Hinterland zu einigen Schwachstellen kommen kann. Besonders in der Wüste musst du damit rechnen, auch mal keinen Empfang zu haben.

Da Roaming und Ausland-Telefonie über deutsche Anbieter immer noch nicht bezahlbar ist, machen Prepaid-Karten amerikanischer Anbieter Sinn. Solche Karten bekommst du in jedem AT&T-Shop oder bei T-Mobile – zwei der größten und zuverlässigsten Netzanbieter der USA.

Wer keine Lust hat, nach der Landung in den USA Jagd auf einen Handy-Shop zu machen, für den gibt es eine Alternative zu Prepaid-Karte: der deutsche Anbieter Tourism. In dessen Online-Shop findest du eine Vielzahl an ausländischen Prepaid SIM Karten mit diversen Datentarifen für mobiles Internet und die Telefonie.

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